Digitale Bildersammlung optimieren

Hie kann über alles außer Golf diskutiert werden

Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon Carlito » So 1. Jul 2018, 12:50

Hallo,
bin kommende Woche im Krankenstand und hab mir vorgenommen unsere digitale Bildersammlung neu zu organisieren.
Momentan liegt alles auf einem Windows-PC, einer USB-Festplatte (kann ich an den W-LAN-Router dranhängen) und auf meinem iPhone. Teilweise aber doppelt und dreifach.
Verwaltet wird über Picassa 3, womit ich eigentlich ganz zufrieden bin.

Wäre für ein paar Tipps sehr dankbar. Keine Ahnung wie ich da halbwegs strukturiert vorgehen könnte.

Danke
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon OsCor » So 1. Jul 2018, 13:25

Das ist ein Thema, dem ich mich auch stellen muss.
Die Hauptarbeit ist wohl die gedankliche Vorbereitung einer Struktur. Du hast nicht dazu geschrieben, um was für Bilder (beruflich, privat, Hobby, Sport, eigene Bilder, interessante Downloads) es sich handelt und was du mit denen vorhast (präsentieren -->bearbeiten) usw. Und: Auch wenn du eine klare Ordnerstruktur hast, gibt es (zumindest bei mir) Zuordnungskonflikte (entscheiden oder duplizieren). Urlaubsbilder nach Orten, Zeitpunkt, Personen etc. sortieren…
Um wie viele Bilder es sich handelt, könnte auch eine Auswirkung auf das Vorgehen haben.

Anfangen würde ich mit dem Ausmisten von mehrfach vorhandenen Bildern; behilflich kann dabei auch eine Software sein, die Dubletten erkennt (bei sehr ähnlichen Bildern). Erst danach würde ich weiter arbeiten.
Beim letzten Versuch habe ich mal alle vorhandenen Bilder in einen einzelnen Ordner kopiert und nach verschiedenen Kriterien sortiert.

Vielleicht kannst du ja deine bisherige gedankliche Vorstellung in groben Zügen darstellen.
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon wombat17 » Mo 2. Jul 2018, 17:30

Wenn ihr ernsthaft größere Bildbestände "verwalten" wollt, könnt ihr jegliche Art von Ordnerstrukturen vergessen, sondern müsst Euch mit Tagging und Bilddatenbanken auseinandersetzen und Euch außerdem ein schlüssiges Sicherungskonzept überlegen.
Dann könnt ihr sowohl die Multidimensionalität meistern und auf Knopfdruck die gewünschten Bilder ziehen als auch Ordnung in Eure Datenbestände bringe.
Die aus meiner Sicht beste Lösung ist Lightroom, da ihr hierbei Katalogaufgaben und Entwicklungsaufgaben sinnvoll kombinieren könnt, ohne permanent die Originalfiles anfassen und überschreiben zu müssen. Photoshop Elements kann ähnliches, hat aber den Nachteil, dass es immer an die Originalfiles geht und (nicht nur daher) so ab 10000 Photos an die Grenzen stößt. In der (aktuell nur noch vertriebenen) CC-Version könnte ihr auch plattformübergreifend Bildbestände ordnen und darauf zurückgreifen.
Natürlich ist Adobe Software in gewissen Kreisen in etwa derart beliebt wie Nestlé-Flaschenwasser, aber ich bin seit Jahren sehr angetan, einschließlich solch netter Dinge wie Gesichtserkennung, Geotagging, und automatischer Selektion nach EXIF-Daten.
Gibt es sicherlich auch alles in anderer (z.T. freier) Software, aber sicherlich nicht in dieser Kombination.
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon OsCor » Mo 2. Jul 2018, 20:28

wombat17 hat geschrieben:Wenn ihr ernsthaft größere Bildbestände "verwalten" wollt, könnt ihr jegliche Art von Ordnerstrukturen vergessen, sondern müsst Euch mit Tagging und Bilddatenbanken auseinandersetzen …

Da hast du sicher recht, aber ich muss diese Arbeit so durchführen, dass auch ein EDV-inkompatibler User damit so gut als möglich arbeiten kann. Ordner sind was verhältnismäßig gängiges und eventuell leichter handhabbar.
Andererseit sucht man im Internet ja auch mit Stichwörtern.
Ich habe einige Sportkameraden, die gerne fotographieren und Lightroom als Allzweckwerkzeug benutzen. Bisher habe ich die Ausgabe immer gescheut, obwohl es ja nicht die Welt kostet.
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon wombat17 » Mo 2. Jul 2018, 20:53

Es ist natürlich eine Prinzipfrage, wie man es anstellen möchte. Ordnerstrukturen funktionieren eigentlich nur für derjenigen, der sie sich ausgedacht hat (und da auch eher schlecht als recht). Das einzige, was intuitiv ist, ist das Anklicken :mrgreen:
Wenn Du andersherum über Tagging, z.B. in Lightroom, Stichworte vergibst, sind die z.B. auch im Windows Explorer anzeigbar und mit entsprechender Software auch von Drittprogrammen auslesbar (und somit auch Sätze selektierbar).

Mein typischer Workflow ist wie folgt: RAW-Bilder von der Karte mittels Lightroom auf die Festplatte importieren (und dabei direkt in Ordnern mit Datumsformat YYYY-MM-DD ablegen lassen, das ist aber dann auch die einzige Ordnerbenennung). Anschließen aussortieren (z.B. mit Lightoom CC auf dem Tablet per "Wisch") und Löschen aller abgelehnten Bilder. An dieser Stelle mache ich dann (per Synchronisierungssoftware) eine Kopie aller hinzugekommenen RAWs auf eine externe Festplatte (Alternative: Cloud). Das ganze kann man natürlich auch mit "alten" Datenbeständen (in beliebigen Formaten) machen.

Anschließend werden die RAWs nach Lust und Laune in LR bearbeitet (Bewerten, Nachentwickeln, Taggen, Geotagging, bei größeren Sachen auch über den Zwischenschritt in Photoshop). Wichtig ist hierbei, dass LR die Original RAWs nicht verändert, sondern nur zu jedem RAW einen Eintrag im Katalog macht, was ich damit gemacht habe. In LR kann ich mir jetzt nach Bedarf oder als Vorgabe Abfragen erstellen (z.B. Oscor in D im Jahr 2018, Photo mit mindestens 5 bewertet). Jetzt werden mit einem Knopfdruck alle Bilder aus der Sammlung gezogen, die Kriterien erfüllen (dafür müssen sie natürlich getagged/bewertet etc. sein).

Nun kann ich z.B. für ein Photobuch oder einen "Diaabend" diese Photos auf einen Datenträger exportieren, hierbei werden dann tatsächlich neue Kopien (z.B. als jpeg in beliebiger Größe ) mit den Entwicklungseinstellungen etc. erzeugt. Alternativ kann ich auch die Auswahl direkt in Lightroom anschauen/zeigen.


Am Ende des Jahres mache ich jeweils noch einen Gesamtexport der Photos des jeweiligen Jahres mit allen Einstellungen als high-quality jpeg auf eine 2. externe Festplatte. So habe ich letztlich die Original RAWs auf interner und externer Festplatte (und fürs aktuelle Jahr meist noch auf CF oder SD), sowie die jpegs für volle Jahre auf extern (die liegt dann idealerweise bei der Freundin).
Zusätzlich schreibt LR noch alle 2 Wochen ein backup des Katalogs (wohlgemerkt nicht der Bilder!), die ich auch noch auf eine externe Platte spiegle.
Ich lasse derzeit 27000 Fotos über einen Katalog laufen, bislang alles noch sehr performant (Katalog hat auch gerade mal 300 MB), aber bei Bedarf kann man natürlich auch mehrere Kataloge fahren.


Alte LR-Versionen gibt es noch als Stand-alone, werden aber nicht mehr upgedatet, neu gibt's das ganze nur noch als Abo, entweder für 11 Euro/Monat LR + PS oder für den gleichen Preis LR + Cloud-Speicher.
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon OsCor » Mo 2. Jul 2018, 21:24

Offensichtlich hast du Datenmengen in Bearbeitung, die ich bei weitem nicht erreiche: Meine Fotos sind Produktfotos für das Web und für die Dokumentation von Entwürfen - alles in allem sicher nicht mehr als 2000 Bilder pro Jahr. Dennoch würde eine vernünftige Katalogisierung vor allem mir viel Arbeit ersparen.
Mehr will ich im Moment dazu nicht sagen: Deine Beschreibung hat für mich eine Menge Anregungen gebracht, die ich mir durch den Kopf gehen lassen muss.
Lightroom werde ich mir sicher kaufen. PS eher nicht. Das lerne ich nie mehr :D
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon Alegra » Mo 2. Jul 2018, 21:40

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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon Linksgolfer » Mo 2. Jul 2018, 22:03

Versuch noch eine CS6 Version von Lightroom zu bekommen. Die CC-Versionen sind nur noch Abomodelle für 11 Euro im Monat. Wenn es die CS6 noch gibt kostet sie einmalig 120 Euro. Du musst dann allerdings noch das aktuellste Update runterladen damit es funktioniert. Ich denke für Deine Zwecke rentiert sich das Abomodell nicht.
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon Carlito » Mo 2. Jul 2018, 22:05

Hallo Jungs,
danke für schnelle Hilfe. Adobe-Software ist mir eigentlich grundsätzlich sympathisch.
Adobe Acrobat DC hab ich im Job eigentlich ständig in Verwendung.

Werde mir jetzt sicher die alte Lightroom-Version besorgen.

Macht auch sicher viel mehr Spaß als sich mit Ordnerstrukturen (md Carlitos Bilder, del holeinone.jpg etc.) und Duplikaten herumzuplagen.
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Re: Digitale Bildersammlung optimieren

Beitragvon ulim » Mo 2. Jul 2018, 22:10

Bitte keine Online-Dienste verwenden. Dann sind eure Bilder samt Datenbank und allem was ihr eingegeben habt eines Tages einfach futsch. Siehe PicasaWeb.

Ich würde empfehlen auf IPTC oder XMP tags zu setzen, d. h. sämtliche Informationen zu euren Bildern werden in den Bilddateien selbst abgelegt. Dann könnt ihr die Bilder jederzeit in ein neues Programm übernehmen und alle Infos sind noch da.

Wenn man darauf achtet, dann ist es eigentlich egal welches Programm man verwendet. Ich nehme iView MediaPro (Mac) oder iMatch (Windows). Letzteres kommt auch mit größeren Datenmengen klar.

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