Politisch

Hie kann über alles außer Golf diskutiert werden

Re: Politisch

Beitragvon firefox34 » Do 19. Sep 2019, 12:00

politische Willkür

Auf den Rest gehe ich nicht nochmal ein, aber was ist den "politische Willkür" für dich?
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Re: Politisch

Beitragvon Jani » Do 19. Sep 2019, 12:27

Vieles von dem was du schreibst, kann man je nach Sichtweise vielleicht noch nachvollziehen, man muss es ja nicht gut heißen, aber das hier:

Wieviel Ertrag braucht der Einzelne für seine Existenz?

Dazu muss es einen gesellschaftlichen Konsens geben.


ist für mich kommunistisches Gedankengut und disqualifiziert dich.
Ich kann mit sowas nichts anfangen, den latenten Drang alles gerne reguliert zu haben (und zwar in deinem Sinne) kann man ja aus jedem deinem Beiträge rauslesen.
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Re: Politisch

Beitragvon AndreasS » Do 19. Sep 2019, 12:29

firefox34 hat geschrieben:Auf den Rest gehe ich nicht nochmal ein, aber was ist den "politische Willkür" für dich?


Ich schrieb "derartige politische Willkür" und habe das Beispiel darüber mitgeliefert...
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Re: Politisch

Beitragvon firefox34 » Do 19. Sep 2019, 13:19

AndreasS hat geschrieben:
firefox34 hat geschrieben:Auf den Rest gehe ich nicht nochmal ein, aber was ist den "politische Willkür" für dich?


Ich schrieb "derartige politische Willkür" und habe das Beispiel darüber mitgeliefert...

Wenn sich Regeln nach demokratischen Entscheidungsprozessen ändern, dann nennst du das "politische Willkür"?

Noch eine Frage; Wenn dein Vertragspartner vertragsbrüchig wird, wer soll dir dann helfen deine Ansprüche durchzusetzen?
Zuletzt geändert von firefox34 am Do 19. Sep 2019, 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Politisch

Beitragvon firefox34 » Do 19. Sep 2019, 13:25

Jani hat geschrieben:Vieles von dem was du schreibst, kann man je nach Sichtweise vielleicht noch nachvollziehen, man muss es ja nicht gut heißen, aber das hier:

Wieviel Ertrag braucht der Einzelne für seine Existenz?

Dazu muss es einen gesellschaftlichen Konsens geben.


ist für mich kommunistisches Gedankengut und disqualifiziert dich.
Ich kann mit sowas nichts anfangen, den latenten Drang alles gerne reguliert zu haben (und zwar in deinem Sinne) kann man ja aus jedem deinem Beiträge rauslesen.

Wo habe ich geschrieben, dass ich etwas in meinem Sinne reguliert haben möchte?
Wenn gesellschaftlicher Konsens für dich Kommunismus ist, was ist dann Kapitalismus? Anarchie?

Wie willst du ein Zusammenleben ermöglichen wenn es über grundsätzliche Werte keinen Konsens gibt?
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Re: Politisch

Beitragvon Jani » Do 19. Sep 2019, 15:08

Für mich lesen sich deine Beiträge so dass es unanständig ist mehr Geld als andere zu verdienen und das es eine Obergrenze geben soll, festgelegt nach gesellschaftlichen Konsens.
Vielleicht meintest du ja nur dass die Untergrenze festgelegt werden soll, kann ich aber nach deinen bisherigen Beiträgen kaum glauben.
Ich bin sicherlich kein Superreicher oder irgend etwas in der Art, aber ich habe auch nichts gegen diese Leute.
Im Gegenteil, ich finde es bewundernswert wenn einer mit seiner Birne etwas schafft was 99,9999% aller anderen nicht hinkriegen.
Diese Leute werden gebraucht, weil sie es sind die die Arbeitsplätze für die Normalos schaffen.
Und wenn so einer dann 50 Milliarden besitzt, herzlichen Glückwunsch von mir.
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Re: Politisch

Beitragvon AndreasS » Do 19. Sep 2019, 15:57

firefox34 hat geschrieben:Wenn sich Regeln nach demokratischen Entscheidungsprozessen ändern, dann nennst du das "politische Willkür"?


Wenn z.B. der Vertrauensschutz für bestehende Regeln, die Deine oder meine Rente betreffen, missachtet werden, ist das natürlich Willkür. Wenn morgen in einem "demokratischen Entscheidungsprozess" entschieden wird, dass die GKV keine Dialyse mehr für über 60-jährige bezahlt, dann ist das auch Willkür. Was sonst?

Noch eine Frage; Wenn dein Vertragspartner vertragsbrüchig wird, wer soll dir dann helfen deine Ansprüche durchzusetzen?


Ich schrieb ja schon, dass das eine der wenigen Daseinsberechtigungen des Staates ist, eine funktionierende Justiz sicherzustellen. War vielleicht nicht so klar aus dem Zitat von Erhard zu erkennen. Sorry.

PS: Eins noch:

Pflegeheime, die aus deiner Hilflosigkeit noch Profit schlagen müssen, weil sie dem Shareholdervalue verpflichtet sind.


Gerade im Gesundheits- und Pflegebereich gibt es ziemlich viele gemGmbHs. Und viele private KV sind als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit organisiert.

Das Problem dürfte eher sein, dass der Staat beim Privatisieren an den Meistbietenden verkaufen muss.
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Re: Politisch

Beitragvon firefox34 » Do 19. Sep 2019, 20:09

@Jani,
interpretiere doch nicht immer irgendetwas in das was ich schreibe hinein.

Wenn z.B. der Vertrauensschutz für bestehende Regeln, die Deine oder meine Rente betreffen, missachtet werden, ist das natürlich Willkür. Wenn morgen in einem "demokratischen Entscheidungsprozess" entschieden wird, dass die GKV keine Dialyse mehr für über 60-jährige bezahlt, dann ist das auch Willkür. Was sonst?

Das wäre Willkür, wenn es dafür keinen Sachgrund gäbe. So steht es im GG. Außerdem gibt es i.d.R. einen Interessenausgleich mit Übergangsregeln oder Bestandsschutz o.ä

Ich schrieb ja schon, dass das eine der wenigen Daseinsberechtigungen des Staates ist, eine funktionierende Justiz sicherzustellen. War vielleicht nicht so klar aus dem Zitat von Erhard zu erkennen. Sorry.

Dazu wäre es aber notwendig, das zwischen dir und deinem Vertragspartner darüber Konsens herrscht, dass in einem Streitfall ein Dritter entscheidet. Auf Grund welcher Basis soll das Gericht entscheiden? Was machst du denn, wenn der Vertragspartner sich dadurch in seiner Freiheit beschränkt sieht und diesen Konsens nicht teilt? Vielleicht ist er eher für "das Recht des Stärkeren". Was machst du wenn er trotz Gerichtsurteil nicht zahlt? Darf dann jemand Zwang ausüben? Der Staat?... Nein, das möchtest du ja auch bei dir nicht. Oder möchtest du allen deinen Vertragspartnern deine Vorstellung von Verträgen und deren Erfüllung aufzwingen? Vielleicht möchte aber dein Vertragspartner ein Gottesurteil wie im Mittelalter?
Da wären wir dann schon ganz schnell bei Legislative, Judikative und Exekutive... Das kann aber nur funktionieren, wenn es einen gesellschaftlichen Konsens dazu gibt, das dieses System akzeptiert wird.

Regeln sind immer für die Anderen.

Was hättest du den noch gerne für deine persönliche Komfortzone vom bösen Staat?

Gerade im Gesundheits- und Pflegebereich gibt es ziemlich viele gemGmbHs. Und viele private KV sind als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit organisiert.


Dann schau doch mal in die Liste der 30 größten Pflegeheimbetreiber.

https://www.pflegemarkt.com/2017/12/19/die-30-groesste-pflegeheimbetreiber-2018/

Da lese ich auch so illustre Namen wie Oaktree Capital, Quadriga Capital oder Carlyle - The Carlyle Group ist eine der größten US-amerikanischen Private-Equity-Gesellschaften, eine so genannte Schattenbank; sie hat ihren Sitz in Washington, D.C.. Carlyle ist der zweitgrößte Betreiber von Pflegeheimen in Deutschland. (https://de.wikipedia.org/wiki/Carlyle_Group#Beteiligungen_im_deutschsprachigen_Raum)
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Re: Politisch

Beitragvon Tom_Dalton » Fr 20. Sep 2019, 09:50

Dann schau doch mal in die Liste der 30 größten Pflegeheimbetreiber.


Vorsicht, das könnte irritieren. Bei uns im Umland wird gerade eine gemeinnützige Einrichtung geschlossen. Der Vorstand war wie üblich politisch besetzt, also unfähig und der Kreis kann das Defizit nicht ausgleichen. Und dem gegenüber stehen in der Tat die reinen Finanzinvestoren, die mangels anderer Gelegenheit schon seit einiger Zeit die Pflegebranche als lohnendes Investment entdeckt haben. Aber keine Angst, Gemeinwohl bzw. Patientenwohl geht natürlich vor Dividende.
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Re: Politisch

Beitragvon firefox34 » Fr 20. Sep 2019, 10:44

die reinen Finanzinvestoren, die mangels anderer Gelegenheit

Deshalb muss weiter privatisiert werden. Das Geld der Anleger aus Zins und Zinseszins muss irgendwo hin... und natürlich muss es Rendite bringen, egal womit. Es ist zu viel Geld da. Leider ist es nicht so verteilt, dass jeder etwas davon hat. Jeder Bundesbürger hat €23.984 Schulden. Die hat er real als Staatsschulden. Jeder Bundesbürger hat aber auch €52.857 Vermögen. Die hat er nicht real, weil dieses sich bei den oberen 10% kumuliert.

Jetzt könnte man doch einfach von den €52.857 mal €23.984 nehmen und die Schulden bezahlen. Dann hätte ja jeder immer noch ein kleines Vermögen. Wo ist denn dann das Problem? Die Schulden sind das Vermögen der Anderen und erhöhen durch Zinsen das Vermögen. Die Schulden haben aber alle, das Vermögen wenige. Die Vermögenden habe also gar kein Interesse, dass die Schulden verschwinden. Im Gegenteil... und wenn's keine Zinsen gibt,dann wird halt andere Töpfe gesucht. Arbeitslöhne, öffentliche Budgets, Haushaltsgelder... Irgendwo wird man schon Geld rauspressen. Siehe auch; real Löhne sinken, Berater in Ministerien, Privatisierung von Pflegeheimen...

Und was soll man sagen; die Ländern mit den höchsten pro Kopf Vermögen sind auch die Länder mit der höchsten Zufriedenheit und den höchsten Steuern... wieder die üblichen Verdächtigen. Irgendwie scheint das Lieblingsthema der Deutschen, die zu hohen Steuern, überhaupt nichts mit unserer "gefühlten" Misere zu tun zu haben.

PS: Ich hab grad gelesen, dass die Pharmaindustrie die Investitionen in Antibiotika zurück fährt bzw. einstellt. Dafür wird in Krebsforschung investiert, weil sich damit mehr verdiene läßt. Wir werden also in Zukunft den Prostatkrebs überleben und an einem rostigen Nagel im Fuß sterben.
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