Lobwedge und was für einen Schaft?

Hier können Fitting- und Materialthemen diskutiert werden.

Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon OsCor » Di 2. Okt 2018, 21:50

Hallo Materialspezialisten!

Wir haben eine Unmenge Bunker auf unserem Platz. Leider ist dabei die Sandverteilung nicht immer homogen und es kommt häufig vor, dass nur sehr wenig Sand unter dem Ball liegt und der Schläger auch bei einem eigentlich akzeptablen Schlag vom Untergrund abprallt - entweder der Ball knallt in die Bunkerkante oder er saust 10 cm über dem Grün auf der anderen Seite in den Bunker. Also chippe ich gelegentlich den Ball aus dem Bunker - funktioniert halt nur nicht immer, z.B. wenn doch mehr Sand unter Ball vorhanden ist, als man geglaubt hat.
Kurz: Ich trage mich mit dem Gedanken, ein Lobwedge anzuschaffen, bin mir aber ziemlich unsicher, was für einen Schaft ich z.B. wählen soll. Bounce denke ich weniger als 8° - aber wieviel - , was wohl im Moment auch bei kurzen Annäherungen auf dem jetzt extrem harten Boden sinnvoll sein könnte. Beim Loft dachte ich an 60°, das SW hat 56 - oder sollte ich noch mehr Loft wählen? Bei den angesprochenen Kumpels gab es alle möglichen Ratschläge.

Ich bitte um Vorschläge.

Oswald
OsCor
Single Handicapper
Single Handicapper
 
Beiträge: 265
Registriert: Fr 29. Jun 2018, 07:54
Wohnort: Südbaden

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon Szymmi » Mi 3. Okt 2018, 07:33

Moin Oswald,

für den geplanten Einsatzzweck spielt der Schaft m.E. eine untergeordnete Rolle und ich würde ihn aus Gründen der Einheitlichkeit, passt ja zum heutigen Tag ;-), vom Gewicht, Flex und Länge an dein normales 56 Grad SW anpassen.

Viele Grüße
Hans
Szymmi
Mid Handicapper
Mid Handicapper
 
Beiträge: 10
Registriert: Sa 30. Jun 2018, 10:57

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon OsCor » Mi 3. Okt 2018, 09:21

Guten Morgen Hans,

auf dem Schaft meines SW steht leider nichts zu Flex und Gewicht. Speziell letzteres ist wohl nicht ganz unwichtig für die Kontrolle des Schlägers: „Nicht zu viel” habe ich auf der einen oder anderen Seite gefunden.
Die Frage ist halt, ob jemand sich beim Kauf eines Schlägersatzes überhaupt um die Spezifikationen der Wedges kümmert oder ob die halt einfach so mitgehen bzw. allenfalls die Loftzahlen und vielleicht noch der Bounce beim SW ausgewählt werden.
Natürlich hast du recht, dass so ein Lobwedge charakterlich zu den anderen Kurzspielschlägern passen sollte.
Ich habe gerade gesehen, dass Hobbygolfer sich hier auch angemeldet hat. Wenn es sich um unseren kenntnisreichen Michael handelt, kann mir der vielleicht auch weiterhelfen.

Gruß
Oswald
OsCor
Single Handicapper
Single Handicapper
 
Beiträge: 265
Registriert: Fr 29. Jun 2018, 07:54
Wohnort: Südbaden

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon distefano » Do 4. Okt 2018, 09:22

Hallo Oswald,

wenn Du dem Toppen aus dem Bunker entgegenwirken willst (das entnehme ich dem Eingangspost), dann bin ich mir nicht sicher ob ein Lobwedge da die Lösung ist. Das steht ja noch flacher am Ball und die Gefahr den Ball zu toppen steigt da meiner Meinung nach eher (vor allem wenn der Schläger bei wenig Sand am Boden "abprallt").
distefano
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 217
Registriert: Do 28. Jun 2018, 20:38

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon Jani » Do 4. Okt 2018, 09:58

Ich würde auch sagen dass der Schaft eher sekundär ist.
Es sollte ein Wedge mit wenig Bounce (vielleicht 6°) sein.
Da bleibt meistens nur ein Lobwedge, da die SW meistens deutlich über 10° liegen.
Ich habe häufig das gleiche Problem, welches sich noch verstärkt wenn man den Schläger aufdreht.
Wenn zu wenig Sand im Bunker ist wird es sowieso schwierig, aber bei z.B. nassem Sand prallen die Schläger mit viel Bounce auch gerne ab.
Ich habe ein altes Mizuno JPX Wedge mit 58/8. Das benutze ich grundsätzlich aus dem Bunker.
Mit den normalen SW mit viel Bounce komme ich nicht zurecht.
Jani
Nettosieger
Nettosieger
 
Beiträge: 106
Registriert: Fr 29. Jun 2018, 06:56

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon OsCor » Do 4. Okt 2018, 12:05

Das Thema Lobwedge hatte ich bisher noch nie auf dem Schirm. Erst im Gespräch mit unserem Pro kam es auf, als ich ihm von meinen leidigen Erfahrungen mit der nicht selten arg dünnen Sandschicht in unseren Bunkern erzählte und von den im Moment (wegen des betonharten Bodens) relativ häufigen, für mich eigentlich eher atypischen Toppern quer über das Grün (und dann natürlich in den dahinter befindlichen Bunker ( :shock: )). Er meinte eben, dass Schläge mit dem Lobwedge aufgrund seines geringeren Bounce vermutlich deutlich weniger katastrophal ausfallen würden, weil man etwas besser unter den Ball kommt. Das kann ich mir schon sehr gut vorstellen, wenn die Kante des Wedges den Ball unterhalb der Mitte trifft, dass da doch noch eine Flugphase zustande kommt.
Der Schaft und sein Gewicht geriet in mein Blickfeld, als ich las, dass man sich vor zu viel Gewicht hüten solle. An Flex dachte ich schon gar nicht.
OsCor
Single Handicapper
Single Handicapper
 
Beiträge: 265
Registriert: Fr 29. Jun 2018, 07:54
Wohnort: Südbaden

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon TCMuc » Fr 19. Okt 2018, 20:45

Wie in so vielen Situationen ist es auch hier vielleicht sinnvoll, statt am Material an der eigenen Technik zu arbeiten.

Tip meines Pros für die auch immer mal wieder recht sandarmen und harten Bunker bei uns:

Eher wie einen normalen Chip/Pitch spielen, d.h. erst Ball, dann Boden bzw. halt nur minimal vor dem Ball in den Sand. Ähnlich, wie man den Ball von einer sehr kurz gemähten/harten Stelle außerhalb des Bunkers spielen würde.
TCMuc
Platzreife
Platzreife
 
Beiträge: 9
Registriert: Fr 29. Jun 2018, 07:18

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon taiga.wutz » Fr 19. Okt 2018, 22:01

Das Lobwedge ist m. E. der am schwierigsten zu spielende Schläger im Hinblick auf gute Ergebnisse eines Schlages. Lieber das normale 56° Sandwedge und den Schläger konsequent öffnen und durchziehen.
taiga.wutz
Nettosieger
Nettosieger
 
Beiträge: 238
Registriert: Do 28. Jun 2018, 20:04

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon OsCor » Sa 20. Okt 2018, 12:20

Konsequent öffnen? Ich weiß nicht. Beim geöffneten Schläger kommt die vordere Kante ja noch höher, d.h. die Gefahr, den Ball mit der vorderen Kante des Schlägers zu treffen und damit die Gefahr eines Schusses in die Bunkerkante ist mit geöffnetem Schläger noch höher - immer vorausgesetzt, es ist nur wenig Sand im Bunker und der Schläger prallt vom harten Untergrund ab.
Was TCMuc vorschlägt, mache ich schon häufiger - allerdings ist es mir dann auch schon passiert, dass ich zur Überwindung des Sand-Widerstandes zu viel Gas gegeben habe und der Ball ist in hohem Bogen übers Grün weg in den gegenüberliegenden Bunker geflogen. Den Lobshot beherrsche ich eigentlich mit dem SW ganz gut; insofern habe ich keine Angst vor technischen Problemen mit dem LW.
OsCor
Single Handicapper
Single Handicapper
 
Beiträge: 265
Registriert: Fr 29. Jun 2018, 07:54
Wohnort: Südbaden

Re: Lobwedge und was für einen Schaft?

Beitragvon TCMuc » Sa 20. Okt 2018, 19:13

Für mich war das Lobwedge gerade am Anfang ne Zeit lang der am zuverlässigsten Schläger rund ums Grün. Hatte mit SW und noch weniger Loft gerade auf kürzere Distanzen oft das Problem, dass ich im Schwung gebremst habe aus Angst, den Ball zu lang zu spielen. Durch den höheren Loft beim Lobwedge hab ich da einfach mehr Vertrauen entwickelt, dass der Ball nicht so viel zu weit geht, selbst wenn ich mal ein wenig zu viel Gas gebe.

Das Lobwedge ist ja oft der Schläger, bei dem es heißt "auf keinen Fall für Anfänger". Würde ich aus eigener Erfahrung genau andersrum sehen. Zum einen aus dem oben beschriebenen Grund, zum anderen weil ich es für Anfänger einfacher finde, wenn man den Schläger möglichst wenig manipulieren (in diesem Fall aufdrehen) muss, sondern einfach eine Standardbewegung machen kann.
TCMuc
Platzreife
Platzreife
 
Beiträge: 9
Registriert: Fr 29. Jun 2018, 07:18

Nächste

Zurück zu Material & Fitting

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron