Scotty Cameron

Hier können Fitting- und Materialthemen diskutiert werden.

Scotty Cameron

Beitragvon 85020 » Di 26. Mai 2020, 15:38

Hallo Forum!

Kaum ein Hersteller spaltet die Gemüter so wie Scotty Cameron: die einen verehren den Menschen und seine Produkte kritiklos und beinahe kultisch, die anderen sehen in Herrn Cameron einen mittelmäßigen Designer ohne viele eigene Ideen, dafür aber mit massivem Ego, rücksichtslosen Charakterzügen und einem riesigen Talent für Marketing.

Ich selbst besitze zwar inzwischen 7 Cameron-Putter, würde mich aber inzwischen eher zur Kritiker-Fraktion zählen. Auch wenn die Qualität im Laufe der Jahre meinem Empfinden nach im gleichen Maße nachgelassen hat wie die Preise gestiegen sind, sind Scotties zweifellos immer noch sehr gute Produkte, die viele andere Putter qualitativ übertreffen. Der ganze Marketing-Hokuspokus, das Hypen der Person SC als angebliches kreatives Genie etc. sind allerdings für meinen Geschmack komplett überzogen und nicht wirklich gerechtfertigt.

Wie seht ihr das Ganze? Freue mich auf eine spannende Diskussion!


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Re: Scotty Cameron

Beitragvon Jani » Di 26. Mai 2020, 15:48

Scotty?
Ist das der von der Enterprise?
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Re: Scotty Cameron

Beitragvon 85020 » Di 26. Mai 2020, 16:17

Der wird vermutlich das Vorbild für die Namenswahl gewesen sein. "Don Thomas Cameron" könnte nicht nur leicht mit "Don Vito Corleone" verwechselt werden, sondern lässt sich bei den diversen strengstens limitierten Editionen auch deutlich schwerer stempeln.
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Re: Scotty Cameron

Beitragvon cycgo » Di 26. Mai 2020, 17:42

Ich spiele seit vier Jahren auch einen Scotty. Einerseits gebe ich zu, dass ich ein reines Marketingopfer bin, weil ich den roten Griff und die roten Schrauben im Kopf so schick fand und ich mich im sportlichen Image sonnen wollte... andererseits habe ich den Putter damals auch deswegen gekauft, weil mir mein gesamtes Bag geklaut wurde. Den Putter, den ich damals gespielt habe, konnte ich nicht mehr auftreiben und der Scotty Newport hat sich einfach sehr, sehr ähnlich angefühlt. Mein Punkt ist: Der Putter vorher war ein 80€ Teil von Mizuno. Und ich würde bis heute sagen: Es gibt beim Putten kaum einen Unterschied. Im Ergebnis sowieso nicht, auch das Gefühl war aber sehr ähnlich. Klar kann es sein, dass ich mich ein bisschen besser fühle, wenn ich einen 350 € Putter in der Hand habe. Aber ich putte mit meinem alten und viel zu kurzen Yes-Putter (vielen Dank dafür, Puttguru ;-)) genauso, wie mit 30 € Putter von Wilson oder eben mit dem Scotty. Nur, dass ich mit dem Yes-Putter nach einer Stunde auf dem Übungsgrün mehr Rückenschmerzen habe.
Ich halte es da weitgehend mit Mark Crossfield, der trotz seiner Ausrüstungsverträge immer betont und in Tests nachweist, dass es nahezu egal ist, mit welchem Schläger man spielt. Sehr sympathischer YouTube-Kanal übrigens -> vielleicht einen eigenen Faden wert...

PS: Der Mizuon war aus so einer Serie, bei der jedes Modell den Namen eines Vulkans in Hawaii trug. Sollte den blade-artigen Putter aus der Serie noch jemand besitzen und veräußern wollen: Ich würde ihn wohl nehmen.
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Re: Scotty Cameron

Beitragvon Bilbo » Mi 27. Mai 2020, 07:54

Hatte vor 8 Jahren mit einem Taylormade angefangen, den ich blind im Internet gekauft hatte. Klappte ganz gut, dann 2 Jahre später im Golfladen in Kurzschlusshandlung einen Scotty gekauft, weil ich auf der Puttmatte 3 gelocht hatte.
Auf dem Platz dann gar nicht zurecht gekommen damit und erstmal bis zum Saisonende in den Schrank gestellt. Damals zur nächsten Saison gezwungen dem Putter noch ne Chance zu geben. Mit deutlich verbesserter Putttechnik dank Hinweis des Pro´s viel besser mit dem Putter zurecht gekommen und spiele ihn nun seit 4 Jahren. Putte mittlerweile echt ganz gut damit. Hat mich auch in HCP Klasse 1 gebracht.

Ich beobachte nun auch schon 2 Jahre den Gebrauchtmarkt auf ebay und das gute an Scotty´s ist das der Wert echt sehr stabil ist. Wobei ich momentan sehe das die Corona Krise schon ein wenig die Preise drückt.
Letzte Woche zu einem sehr sehr guten Preis einen X5R in unbespielt geschossen.


Aber am Ende kommt es nur darauf an das man Spaß und Vertrauen mit seinem Putter hat.
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Re: Scotty Cameron

Beitragvon cycgo » Mi 27. Mai 2020, 12:55

Bilbo hat geschrieben:Mit deutlich verbesserter Putttechnik dank Hinweis des Pro´s viel besser mit dem Putter zurecht gekommen[..]
Aber am Ende kommt es nur darauf an das man Spaß und Vertrauen mit seinem Putter hat.

2 mal +1

Vertrauen und Technik, die sich dann auch noch gegenseitig begünstigen, sind das Entscheidende für die Ergebnisse. Schicke Putterhauben und ein gutes Image sind nur nettes Zubrot. Aber immerhin :-)

Vielleicht ist es auch so, dass der schöne Putter zum Training motiviert, denn ich will ja mit einem Scotty nicht so hilflos auf dem Grün aussehen.
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Re: Scotty Cameron

Beitragvon Franco » Mi 27. Mai 2020, 13:06

Als Linkshänder bin ich marktseitig in Materialfragen etwas eingeschränkt. Bei Puttern hatte ich oft die Problematik, dass die Modelle, die mir gefielen und meinem Puttschwung entgegenkamen, nur rechtshändig erhältlich waren, und die linkshändig verfügbaren mir - aus welchen Gründen auch immer - nicht zusagten.

Seit etwa 7 Jahren spiele ich einen Newport 2. Er ist der einzige Schläger, der nicht jede Saison in Frage gestellt wird. Er gefällt mir optisch, ich mag den touch und den Klang. Klar hätte ich vergleichbares wahrscheinlich auch günstiger haben können. Der Sprung von meinem früheren Odyssey auf den Newport war hinsichtlich Gefühl allerdings so groß, dass ich ökonomische Bedenken hier zur Seite geschoben habe. Letztlich ist der Scotty der älteste Schläger in meinem Bag, was die Kosten schon wieder relativiert. Eine Änderung ist nicht geplant.

Ob mich Scotty Camerons Charakter bei der Auswahl beeinflusst hat? Mitnichten. Diesen Faktor habe ich bei meiner Wahl vollkommen ausgeblendet und er interessiert mich eigentlich auch heute nur am Rande. Viele Menschen, die in dem was sie tun erfolgreich sind, sind als charakterlich "schwierig" einzustufen. Ich will SC nicht heiraten oder im Freundeskreis haben. Mir gefällt letztlich nur ein Putter sehr gut, auf dem sein Name steht.
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