Corona - rechtliche Folgen

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Re: Wann und wie gehts wieder los

Beitragvon Wilson » Sa 18. Apr 2020, 17:22

In meinem Vertrag steht, dass ich ein Spielrecht habe und nichts davon, dass das wegen z.B. höherer Gewalt eingeschränkt werden kann.
Wir reden übrigens nicht von einem e.V., sondern einer Personengesellschaft (GmbH & Co. KG).

Und warum genau willst du nicht zahlen? Dein Spielrecht bleibt doch aufrecht. Du kannst ja dann im Herbst/Winter die verlorenen Tage nachholen, wenn's denn sein muss. Fängt das schon wieder an mit Geiz is geil Mentalität...
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Re: Wann und wie gehts wieder los

Beitragvon Schrotty » Sa 18. Apr 2020, 18:58

Wilson hat geschrieben:
In meinem Vertrag steht, dass ich ein Spielrecht habe und nichts davon, dass das wegen z.B. höherer Gewalt eingeschränkt werden kann.
Wir reden übrigens nicht von einem e.V., sondern einer Personengesellschaft (GmbH & Co. KG).

Und warum genau willst du nicht zahlen? Dein Spielrecht bleibt doch aufrecht. Du kannst ja dann im Herbst/Winter die verlorenen Tage nachholen, wenn's denn sein muss. Fängt das schon wieder an mit Geiz is geil Mentalität...

Hallo Wilson, tut mir leid, falls ich Dich oder andere provoziert habe, war nicht meine Absicht.

Mit geht's nicht drum, nicht zahlen zu wollen, sondern nur um die juristische Bewertung. Mich interessiert die rechtlich Situation, obwohl ich zugegeben keine Ahnung davon habe. Deshalb frage ich, ich lerne halt gern neue Dinge. Ich habe kein Problem damit, meinem Club den Jahresbeitrag zu schenken, wenn ich ihn damit vor der Insolvenz retten kann.

Abgesehen davon finde nicht, dass mein Spielrecht aufrecht bleibt, ich kann es ja aktuell nicht ausüben. Nachholen wäre evtl. für manche Clubs eine Idee. Geht bei uns eher nicht, weil unser Platz ganzjährig geöffnet ist.

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Re: Wann und wie gehts wieder los

Beitragvon ulim » Sa 18. Apr 2020, 23:53

Naja, aber wenn es das ganze Jahr regnet, dann kannst Du auch nicht spielen. Oder wenn irgendwelche Motocross-Kids nachts über die Grüns brettern. Oder wenn das Clubhaus abbrennt. Also es kann schon eine Menge passieren was der Club nicht zu verantworten hat, aber den Platz trotzdem unbespielbar macht.

Bei Kieser Training wird es so gehandhabt, dass die Vertragslaufzeit sich automatisch kostenlos verlängert um die Zeit, die man nicht trainieren konnte. Bei Jahresbeiträgen ist das natürlich schwierig.

Bei Corona hast Du als Verbraucher keine Chance. Du kannst natürlich von Deinem Club die Beiträge zurückfordern, aber warum sollte er darauf eingehen? Du hast ja keine Alternative.
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Re: Wann und wie gehts wieder los

Beitragvon taiga.wutz » So 19. Apr 2020, 00:23

@ulim, Du bist immer noch kein Jurist. ;)
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Re: Wann und wie gehts wieder los

Beitragvon taiga.wutz » So 19. Apr 2020, 00:35

Ich finde übrigens, dass diese Diskussion komplett in die falsche Richtung geht. Wir werden vermutlich um zwei Monate unseres Golflebens betrogen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Mich kotzt das endlos an, aber der Golfclub kann wirklich nichts dazu.Aber vermutlich sind es nur zwei Monate. Ich mach' gerade ein wenig Crossgolf. Schreibt Euren Ministerpräsidenten emails und beschimpft sie ob dieser Idiotie. Man kann auch Bilder von den Schlangen vor den Baumärkten als Anhang schicken. Überlegungen, den Beitrag zu kürzen oder zurückzufordern, sind bei nüchterner Betrachtung - unabhängig von der Rechtslage - schlicht kontraproduktiv.
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Re: Wann und wie gehts wieder los

Beitragvon Josh » So 19. Apr 2020, 09:32

Ich bin für die Finanzen bei uns im Club zuständig. 2 Familien, die Geld zurückhaben wollten, haben wir erklärt, dass das nicht geht, und sie haben es verstanden
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Re: Corona - rechtliche Folgen

Beitragvon Schrotty » So 19. Apr 2020, 11:26

Ich glaube, dass vertragliche Verpflichtungen nichts damit zu zu haben, ob jemand bestimmte Ereignisse verursacht hat oder nicht. Es sein denn, es ist vertraglich oder gesetzlich so geregelt. Falls also die vielzitierte höhere Gewalt im Vertrag verankert ist, sind wir uns alle einig, dass das den Club von seiner Leistungsverpflichtung entbindet. Aber wenn nicht?

@ulim: (Angenommenes Beispiel!) Dein Arbeitgeber kann auch nichts dafür, dass ihm die Umsätze wegbrechen. Wenn er Dir jetzt kein Gehalt mehr zahlt mit der Begründung, er kann ja nichts dafür, wäre das ok für Dich? Selbst wenn er Insolvenz anmeldet, steht Dir Dein Gehalt zu. Und das ist auch gut so. Selbstverständlich kannst Du freiwillig drauf verzichten.

Josh hat geschrieben:Ich bin für die Finanzen bei uns im Club zuständig. 2 Familien, die Geld zurückhaben wollten, haben wir erklärt, dass das nicht geht, und sie haben es verstanden

@Josh: Find ich gut, dass die Mitglieder und der Club zusammenstehen. Falls Du das sagen willst/darfst (gern auch per PM, ich behalte es für mich): Wie habt ihr argumentiert? Mit der verständlichen Alternativlosigkeit, sprich drohenden Insolvenz?

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Re: Corona - rechtliche Folgen

Beitragvon Josh » So 19. Apr 2020, 12:03

Nein, der Platz gehört einer Betreibergesellschaft. Wir als Club zahlen zwar die Gehälter für das Sekretariat weiter, haben aber in anderen Bereichen weniger Kosten als normal. Daher rechne ich nicht mit einem schlechteren Ergebnis als sonst.
Argumentiert haben wir über den Betreibervertrag bzw. die Vernunft. Zum einen ist es wohl aus steuerlichen Gründen (Gemeinnützigkeit) nicht möglich, Beiträge zurückzuerstatten. Zum anderen ist im Vertrag mit der Betreibergesellschaft vereinbart, dass wir auf Basis der Mitglieder zum 31.12. Ende Januar den Anteil der Beiträge der Jahreszahler zahlen müssen. Von den Monatszahlern erhält der Betreiber monatlich die Gelder. Die Betreibergesellschaft arbeitet quasi voll. Der Platz sieht auch gut aus, ich war gerade dort.
Es gibt übrigens für die Kommunikation mit den Mitgliedern gute Unterstützung durch den DGV (siehe auch unter golf.de Rubrik DGV-Serviceportal).
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Re: Corona - rechtliche Folgen

Beitragvon Wilson » So 19. Apr 2020, 13:11

Hallo Wilson, tut mir leid, falls ich Dich oder andere provoziert habe, war nicht meine Absicht.

Mit geht's nicht drum, nicht zahlen zu wollen, sondern nur um die juristische Bewertung. Mich interessiert die rechtlich Situation, obwohl ich zugegeben keine Ahnung davon habe. Deshalb frage ich, ich lerne halt gern neue Dinge. Ich habe kein Problem damit, meinem Club den Jahresbeitrag zu schenken, wenn ich ihn damit vor der Insolvenz retten kann.

Abgesehen davon finde nicht, dass mein Spielrecht aufrecht bleibt, ich kann es ja aktuell nicht ausüben. Nachholen wäre evtl. für manche Clubs eine Idee. Geht bei uns eher nicht, weil unser Platz ganzjährig geöffnet ist.

Keine Sorge, habe ich nicht persönlich genommen und auch nicht persönlich gemeint. Sehe nur kein Problem einen Jahresbeitrag zu zahlen. Wenn der Platz manchmal nicht bespielbar ist (Hochwasser, zu nass, Schnee, Frost etc) kommt ja auch keiner auf die Idee tageweise sein Geld refundiert zu bekommen.
Bei uns geht die Saison sowieso erst ab April/Mai los und endet meist Okt/Nov. Somit haben wir trotz des angenehmen Wetters noch nicht viele Spieltage verloren. Aber bin mal gespannt ob sich Mitglieder dann zum Start auf den Golfplatz begeben, obwohl Sie Ihren Beitrag noch nicht geleistet haben.
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Re: Corona - rechtliche Folgen

Beitragvon JimmySmiles » So 19. Apr 2020, 13:20

Schrotty hat geschrieben: (Angenommenes Beispiel!) Dein Arbeitgeber kann auch nichts dafür, dass ihm die Umsätze wegbrechen. Wenn er Dir jetzt kein Gehalt mehr zahlt mit der Begründung, er kann ja nichts dafür, wäre das ok für Dich? Selbst wenn er Insolvenz anmeldet, steht Dir Dein Gehalt zu. Und das ist auch gut so. Selbstverständlich kannst Du freiwillig drauf verzichten


In solchen Zeiten gehen die Angestellten dann aber in Kurzarbeit und hierfür zahlt nicht mehr der Arbeitgeber, sondern die Bundesagentur für Arbeit.
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