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 Betreff des Beitrags: Mike Malaska - The Invisibie Swing
BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 11:20 
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Hallo zusammen,

da in anderen Posts bereits über Malaska gesprochen wurde, mache ich hier einen eigenen Malaska Faden auf um seine Schwungphilosophie zu erklären und zu diskutieren :). Wer ihn nicht kennt: Malaska gehört zu den Golf Magazine Top 100 Teachers in America, Golf Digest 50 Best Teachers in America, ist Director of Instruction bei den Nicklaus Golf Academies, war 2011 Teacher of the year der PGA of America und arbeitet seit über 30 Jahren mit Jack Nicklaus zusammen. Er hat auch einen eigenen YouTube Kanal sowie Webseite .

Malaska bezeichnet sich selbst nicht als Urheber seiner Methodik, da die Informationen schon über 100 Jahre verfügbar sind.

Malaska sagt der Golfschwung sei unsichtbar - jedoch was meint er damit?
Jeder kennt diese Position im Abschwung:

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Die Frage ist nun wie man in diese Postion kommt. Viele meinen (und es wird von manchen auch so gelehrt), dass man hierzu diese Bewegung mit dem Oberkörper macht (den Schläger mit seinen Schultern zieht):

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Dies macht es jedoch schwierig den Schlägerkopf kontinuierlich Square an den Ball zu bekommen. Tatsächlich sollte der Oberkörper diese Bewegung machen damit die Arme vor dem Körper bleiben:

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Mit mehr Hüftbewegung sieht es dann so aus:

Bild Bild

Und schließlich im vollen Schwung so:

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Als nächstes möchte ich seine Sichtweise des korrekten Griffs erläutern, Setup, Rückschwung, Hüftbewegung etc..


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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 13:15 
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Malaska spricht beim Thema Griff von einem neutralen Griff, der je nach Anatomie des Spielers individuell ist. Ausgangspunkt ist der lead Arm den man locker hängen lässt. Der Schläger soll dann mit den Fingern gegriffen werden und letztendlich die Hand nach dem Greifen die gleiche Position haben wie wenn man sie locker hängen lassen würde. Hintergrund ist, dass der Arm wenn er sich im Abschwung streckt automatisch immer wieder die Hand in diese natürliche Position dreht. Ist der Individuelle Griff für den Spieler zu schwach, öffnet sich das Schlägerblatt wenn der Arm sich streckt. Ist der Griff zu stark (was selten der Fall ist), schließt sich das Schlägerblatt wenn der Arm sich streckt. Ist der Griff neutral, ist das Schlägerblatt automatisch Square im Treffmoment. Jack Nicklaus spricht auch von einem natürlichen Griff wo man den Arm einfach hängen lässt, greift den Schläger aber mehr mit der Handfläche:
.

Lead Arm hängt locker:
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Griff in den Fingern:
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Hand ist mit Schläger in neutraler Position, wie wenn der Arm locker herunterhängt:
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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 13:28 
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Die Kuhle der trail Hand wird dann seitlich auf den Daumen der lead Hand draufgelegt, wobei Malaska davon spricht dass die Handfläche der trail Hand die Schlagfläche repräsentiert. Ob man die Interlock, Overlap oder Ten Finger Variante beim Griff anwendet kommt auf die persönliche Präferenz an.

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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 16:28 
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Gute Idee für einen neuen Faden. Danke für die tollen Beschreibungen.
Unsichtbar gefällt mir... bestimmt Bewegungen kann man wirklich nicht sehen. Deshalb ist das Ganze auch so komplex.


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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 16:54 
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Carlito hat geschrieben:
Gute Idee für einen neuen Faden. Danke für die tollen Beschreibungen.
Unsichtbar gefällt mir... bestimmt Bewegungen kann man wirklich nicht sehen. Deshalb ist das Ganze auch so komplex.


Vielleicht werden auch neue Geheimnisse gelüftet, wer weiß.. :D


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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 17:22 
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Um das Posture einzunehmen soll man sich laut Malaska locker Aufrecht hinstellen ohne sich in irgendeine künstliche Position zu zwingen, dann die Hüfte leicht nach hinten schieben was eine Beugung des Oberkörpers verursacht und dann die Beine leicht anwinkeln. Ziel ist es Platz für die Arme zu schaffen.

Lockerer Stand:
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Lockeres Posture:
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Was er nicht möchte ist ein durchgestreckter Oberkörper. Dies sorgt zum einen für zu viel Spannung, zum anderen läßt sich diese Position von den meisten während des Schwunges nicht halten.
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Genauso wenig so etwas:
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Der Stand sollte ca. Schulterbreit sein, die trail Shoulder ist bedingt durch den Griff etwas tiefer wie die lead Shoulder. Bei der Ansprechposition bildet der lead Arm ungefähr eine Gerade mit dem Schlägerschaft. Diese Ansprechposition des lead Arm ergibt sich durch das neutrale Greifen des Schlägers.

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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 18:23 
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Hier noch ein Beispiel wie ein zu starker Griff die Schlagfläche beim Strecken des Arms schließt:

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Hier ein Beispiel wie ein zu schwacher Griff die Schlagfläche beim Strecken des Arms öffnet:

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Bei einem neutralen Griff bewegt sich die Schlagfläche beim Strecken des Armes nicht:

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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 19:07 
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In Malaskas Welt machen die Handgelenke nur 2 Dinge, sie winkeln und entwinkeln - und zwar in eine Richtung, sodass der Schaft weiterhin eine Linie mit dem lead Arm bildet.

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Schwingt man nun den Oberkörper und die Arme mit dieser Bewegung der Handgelenke locker zurück kommt der Schläger durch das Gewicht des Schlägerkopfes in die richtige Position.

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Von hier lässt man das Gewicht des Schlägerkopfes in den Ball laufen, indem die Handgelenke hin zum Treffmoment wieder entwickeln. Nach dem Treffmoment winkeln im Durchschwung die Handgelenke wieder an, was dann in einer kleiner Bewegung so aussieht:

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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 19:15 
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Die gleiche Bewegung zeigt hier auch Monte Scheinblum (ohne die Handgelenke im Durchschwung anzuwinkeln).

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BeitragVerfasst: Sa 11. Jul 2020, 20:59 
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Malaska befürwortet einen lockeren Griff, die Griffstärke sollte nur so stark sein dass man den Schläger mit den Handgelenken locker kreisen lassen kann. Eine hohe Griffstärke ist für Malaska Ausdruck dafür, dass ein Spieler während des Schwungs gegen das Momentum des Schlägers ankämpft .

Die Frage ist nun wie sich das Momentum des Schlägers anfühlt. Hierzu lässt Malaska seine Schüler den Schläger einarmig schwingen, wobei sich der Schläger sehr leicht und die Bewegung sehr locker anfühlt:


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Malaska nennt dies "Pivoting the club". Dieses leichte, lockere Gefühl des Schlägers wird nun mit beiden Armen in den vollen Schwung übernommen:

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Bild

Der Golfschwung fühlt sich leicht und mühelos an. Man lenkt im Abschwung das Gewicht des Schlägerkopfes zum Ball hin, den Rest übernimmt die Schwerkraft / das Momentum des Schlägers. Dieses Lenken des Schlägerkopfes in Richtung Ball im Beginn des Abschwunges nennt Malaska "Tipping the club out", andere nennen es den "Malaska Move", da Malaska die Bewegung übertrieben vormacht:

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Jack Nicklaus nennt es "Release from the top".


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