Release erzeugt hook

Hier können Technik und Training diskutiert werden.

Release erzeugt hook

Beitragvon cramsmreh » Sa 7. Dez 2019, 10:42

Hallo erstmal, war lange nicht mehr im Forum.
Ich konnte in den letzten Jahren nicht viel trainieren, nur mal ab und zu eine Runde gehen. Möchte aber jetzt endlich mal mein Spiel verbessern. Ich weiß, dass wenn ich was verändern will, ich das auch ausreichend üben muss, komme ich wohl nicht drumrum. Aber mit 52 Jahren und 3 Kindern ist halt immer wenig Zeit.

Also, folgendes ist mein Problem:
Bisher hatte ich keinen Release. Ich möchte mir den aber aneignen. Ich komme zwar gut zum Ball, meine Drives fliegen gerade und um die 200 Meter, aber nicht konstant. Und welcher Profi schlägt schon gerade? Also ein draw wäre schön. Mein Problem beim Release ist, wenn ich den anwende (erzwungen), dann hooke ich total, der Ball geht weit nach links weg. Wenn ich keinen release mache, geht der Ball gerade. Ist das nur eine Übungssache oder mache ich was falsch? Vielleicht zu viel release? Aber laut Bildern/Videos muss ja die rechte Hand (beim Rechtshänder) die linke überholen. Mein Problem ist auch, dass ich einen interlocking Griff habe, ich kann keinen Vardon Griff spielen, mein kleiner Finger ist dafür zu krumm und rutscht dann immer ab und ausserdem spiele ich interlocking seit 12 Jahren, so lange wie ich schon spiele und ändere das auch nicht mehr. Aber ich habe Leute mit interlocking gesehen, die auch release machen. Tiger! hahahahhah
Ok, Spaß beiseite, was muss ich machen?
Wer kann mir Tipps geben? Braucht ihr noch mehr Infos?
Danke!
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon wolfi » Sa 7. Dez 2019, 15:28

Schau Mal in den Faden zum Release.
Wenn du, was ich vermute, ein RIT
Release spielst, dann rollen die Hände nicht über, also Versuche es nicht, es macht deinen Schwung kaputt
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon cramsmreh » Sa 7. Dez 2019, 19:26

wolfi hat geschrieben:Schau Mal in den Faden zum Release.
Wenn du, was ich vermute, ein RIT
Release spielst, dann rollen die Hände nicht über, also Versuche es nicht, es macht deinen Schwung kaputt


ja, das hatte ich schon gelesen. Aber ich weiß es nicht genau, ob ich ein RIT spiele. Leider haben wir auch keinen Pro mehr auf unserem Platz und der nächste Platz ist weit weg... :-(
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon wolfi » So 8. Dez 2019, 09:39

Na, du wirst doch wohl fühlen, ob du den Schläger mit rechts wirfst oder mit links ziehst!
Lass das bewusste überrollen und spiel wie bisher und freu dich.
200 Meter Drive ist doch okay.
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon cramsmreh » So 8. Dez 2019, 13:58

wolfi hat geschrieben:Na, du wirst doch wohl fühlen, ob du den Schläger mit rechts wirfst oder mit links ziehst!
Lass das bewusste überrollen und spiel wie bisher und freu dich.
200 Meter Drive ist doch okay.


ja, ich glaube ich werfe mit rechts, also lasse ich es so. danke
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon oliver_k » Mo 9. Dez 2019, 14:14

Na, du wirst doch wohl fühlen, ob du den Schläger mit rechts wirfst oder mit links ziehst!


mh.....so einfach finde ich das nicht. Für mich gibt es drei Hauptbewegungen.
1. Nach rechts kippen. Hüfte geht nach links und rechte Schulter runter. Arme und Schläger bleiben relativ zur Schulter in der gleichen Position. Bewegung geht vom OT bis Schläger waagerecht. Ist mehr ein ziehen mit links, als rechts werfen.
2. Drehung des Oberkörpers (Schulter). Ist mehr ein drücken (werfen) mit rechts.
3. Schlag aus den Armen. Geht mit rechts drücken oder und links ziehen.

Ich mache alles. Eigentlich auch in der Reihenfolge. Erst kippen,dann drehen und dann schlagen.
Zuviel kippen und zu wenig drehen erzeugt schnell einen Hook, aber halt auch einen Draw.
Zuviel oder zu frühes drehen lässt einen gerne etws OTT kommen, also der Slice (Fade).
Zuviel Arme und der LAG ist weg und die Schläge werden kurz.
Zuwenig Arme und der Schwung wird schnell unkonstant und man streut sehr viel.
Viel kippen bedeutet oft starkes überrollen der Hände.
Viel Drehung bedeutet oft stabile Schlagfläche.

just my 2 cents
Gruß Oliver
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon cramsmreh » Mo 9. Dez 2019, 15:03

oliver_k hat geschrieben:
Na, du wirst doch wohl fühlen, ob du den Schläger mit rechts wirfst oder mit links ziehst!

Zuviel oder zu frühes drehen lässt einen gerne etws OTT kommen, also der Slice (Fade).
Gruß Oliver


erstmal danke für die Antwort. Zum Slice möchte ich noch was sagen, was meine eigene Erfahrung ist. Als ich vor 10 Jahren mit dem Golfen angefangen habe, hab ich von Anfang an den Driver benutzt und hatte keinen slice. Auch bei langen Bällen nicht. Als dann irgendwann mal ein Pro zu mir meinte, ich drehe zu weit auf, also mein Rückschwung ist zu lang und ich sollte den kürzer machen, folgte daraus ein Slice. Ich kam dann nämlich immer von aussen nach innen. Mit dem "alten" Schwung kam ich immer schön von innen nach aussen, weil ich von hoch oben kam und ja schon weit hinter dem Körper war mit dem Schläger. Also nicht weit, aber so wie von David Leadbetter immer beschrieben, so daß der Schläger Richtung Ziel zeigt und wenn am OT fallengelassen, er auf den Schultern landen würde.

Das nur mal dazu, dass man sich auch einen Schwung kaputt machen kann... ;-)
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon wolfi » Mo 9. Dez 2019, 16:50

Ja, so ist das. Ich finde man sollte das hier nicht komplizierter machen als es ist. Ein grosser Golfer hat Mal gesagt:
"Improve your skills, not your Swing"
Also meine Meinung:
Mit über 50 Jahren und wenig Zeit zum Golfen sollte man nicht versuchen noch 5 Meter Länge mehr zu erzielen. Wenn man besser werden will, gibt es andere Möglichkeiten:
Wie ist das Wedge-Spiel in der Scoring-Zone, also ab 80 Meter zum Grün. Wie ist das Putten?
Also, lass deinen Schwung wie er ist, und arbeite an den Dingen, mit denen du besser scoren kannst.
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon cramsmreh » Mo 9. Dez 2019, 18:31

wolfi hat geschrieben:Ja, so ist das. Ich finde man sollte das hier nicht komplizierter machen als es ist. Ein grosser Golfer hat Mal gesagt:
"Improve your skills, not your Swing"
Also meine Meinung:
Mit über 50 Jahren und wenig Zeit zum Golfen sollte man nicht versuchen noch 5 Meter Länge mehr zu erzielen. Wenn man besser werden will, gibt es andere Möglichkeiten:
Wie ist das Wedge-Spiel in der Scoring-Zone, also ab 80 Meter zum Grün. Wie ist das Putten?
Also, lass deinen Schwung wie er ist, und arbeite an den Dingen, mit denen du besser scoren kannst.


also, mir kommt es auch überhaupt gar nicht auf 5 Meter mehr Länge an. Mir kommt es darauf an, dass ich konstanter spiele. also, ich weiß, dass man nie konstant wird, aber etwas mehr Konstanz wäre schon gut. Ab und zu toppe ich noch oder hab push oder pull, je nach Tagesform. ;-) Das möchte ich konstanter machen, also mehr gerade Bälle (fade + draw ist ok, aber zumindest Richtung Ziel).

Wedge Spiel ist recht gut, ich schlage mit meinem CG14 (58er Wedge) sehr schön hoch und recht konstant, lande eigentlich immer auf dem Grün, aber nicht immer direkt an der Fahne. Aber kurzes Spiel habe ich keine Probleme, auch beim Putten recht gut. Selten mehr als 2 Putts. Ist tagesform abhängig. Eisen spiele ich recht gut, Drive auch, aber halt nicht immer alles an EINEM Tag. Sondern heute mal alle Eisenschläge gut, Morgen alles Drives gut. Bei 9 Loch habe ich meist 2 Pars, aber auch 2 X, das meine ich mit konstant... :-(
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Re: Release erzeugt hook

Beitragvon wolfi » Mo 9. Dez 2019, 20:03

Was ist Konstanz?
Abweichungen in Richtung/Länge hat drei Gründe, zwei technische und einen anderen. Die Technischen sind
1. Wo treffe ich den Ball auf der Schlagfläche
2. Wohin zeigt die Schlagfläche im Impact.
Das zu verbessern geht m.E. nur mit hohem Aufwand über Trackman.
Der dritte Punkt ist der interessante:
Du musst eine klare Vorstellung davon haben, welcher Schlag als nächster sinnvoll ist.
(Darüber könnte man Mal einen eigenen Faden schreiben)
Aber immer konstant spielen kann niemand. Wenn du dir beispielweise die Scores von Brooks Koepka in 2018 ansiehst, ist von 63 bis 77 alles drin.
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