Ich versteh es einfach nicht

  • OK, seit dieser Saison gibts es den guten, alten Stableford nicht mehr.
    Seine Punkte sind in der Mottenkiste verschwunden.
    Auf den Turnier-Scorekarten stehen nicht mehr die Striche als Zeichen, wie viele Schläge über Par
    gespielt werden dürfen, sondern je nach Ausschreibung die Zahl der maximalen Schläge.
    (Ausnahme echtes Zählspiel)

    So weit - so gut.
    Dass für mein HCPI nur mein gespieltes GBE wichtig ist, hab ich auch kapiert.
    Aber was mir nicht in den Kopf geht, ist die Berechnung der Turniersieger.
    Ein Bruttosieger - auch klar.

    Ich begreife absolut nicht, was das Netto HCP soll?
    Da werden von den gespielten Bruttoschlägen die Vorgaben abgezogen. OK, aber warum?
    Ich habe z.B. gestern 100 Schläge gespielt, minus Spielvorgabe 24 macht nach Adam Riese 76.
    Der Sieg in meiner Klasse ging an netto 71 und 72.
    OK - aber warum diese Umrechnerei?
    Warum nimmt man in der Klasse nicht einfach die gespielten Schläge.
    Wer am wenigsten hatte ist Sieger.

    Ich kapier es nicht.......
    (und ich weine nicht dem alten System hinterher - es ärgert mich nur,
    wenn ich was nicht kapiere!)

    Gruß aus Berlin
    Tina

  • Das ist jetzt nicht anders, als früher.

    Es konnte passieren, daß 2 Leute die gleiche Anzahl an Schlägen hatten. Aber einer hatte ein höheres Handicap als der Andere. Einer hatte dadurch 37 Nettopunke und der Andere 35 Nettopunkte. Mit 37 Punkte wurde gewonnen.

    Heute werden die Vorgabenschläge zur Berechnung genommen.

    Derjenige, der mehr Vorgabenschläge hat, gewinnt gegen den mit weniger Vorgabenschläge, obwohl beide insgesamt die gleiche Anzahl an Schlägen haben.

    Für jemanden mit HdcI 0 ist es nichts besonderes mit 72 Schlägen vom Platz zu gehen. Einer mit HdcI 15 hatten einen wirklich guten Tag, wenn er eine 72 spielt.

  • Warum nimmt man in der Klasse nicht einfach die gespielten Schläge.
    Wer am wenigsten hatte ist Sieger.

    Nach wie vor werden Turniere als Zählspiel nach Stableford ausgeschrieben und nach wie vor erscheinen Streicher auf den Scorekarten.

    Ebenso erscheinen noch erspielte Brutto/Netto Punkte in den Ergebnislisten, nach denen die Brutto/Netto Sieger ermittelt werden.

  • Meiner Meinung nach könnte ich auf netto verzichten…

    Klar kann man das. Aber das ist doch ein wunderbares Alleinstellungsmerkmal dieses Sports. Der Scratchspieler und der PEler können gegeneinander antreten. Ich wüsste nicht wo es das sonst gibt. Wenn Anfänger Hemmungen haben mit einem guten Spieler loszugehen erklärt man das kurz und meist ist die Sorge weg und am Ende die Freude groß. Ich feiere das nach vielen Jahren Golf immer noch!

  • Klar kann man das. Aber das ist doch ein wunderbares Alleinstellungsmerkmal dieses Sports. Der Scratchspieler und der PEler können gegeneinander antreten. Ich wüsste nicht wo es das sonst gibt. Wenn Anfänger Hemmungen haben mit einem guten Spieler loszugehen erklärt man das kurz und meist ist die Sorge weg und am Ende die Freude groß. Ich feiere das nach vielen Jahren Golf immer noch!

    Find ich gut wenn du daran gefallen hast und das meine ich wirklich ernst!
    Wenn jemand mit Hcp 30 gegen ein Hcp 5 spielt, bekommt er die ganze Runde auf die Mütze. Selbst wenn er danach netto gewinnt, macht das bestimmt kein Spaß.
    In jedem Sport gibt es Ligen.

  • Ich habe z.B. gestern 100 Schläge gespielt, minus Spielvorgabe 24 macht nach Adam Riese 76.
    Der Sieg in meiner Klasse ging an netto 71 und 72.

    Aber diese Umrechnerei ist doch gar nicht so schwer.

    Du hast also 76 "Nettoschläge" gehabt, wenn der Platz ein 72-er ist, hast Du also (in Deinem HCP Bereich) 4 "über" gespielt. Also Dein Handicap um 4 Schläge verfehlt.

    Der Sieger Deiner Klasse hat 71 Nettoschläge gebraucht, er hat also 1 Schlag besser als sein HCP gespielt (1 "unter").

    Und da bei allen Nettoschlägen eines Spielers das jeweilige HCP berücksichtigt wird, kann man alle Ergebnisse direkt miteinander vergleichen - wer die niedrigste (Netto) Schlagzahl hat, gewinnt. Ganz genauso wie im Brutto.
    Und man muss keine Punkte mehr zählen, sondern zählt Schläge. Viel sinnvoller!

    Nichts ist sicher!
    Noch nicht mal das.

  • … und wahrscheinlich sowohl eine Brutto als auch Nettowertung. Die absolut beste Runde das Turniers ist also erkennbar, die relativ beste Runde in Handicapklassen auch. Ich mag das.

    Mal abgesehen davon das die absolut beste Runde nur bei "Brutto Zählspiel" (was Tina hier als "echtes" Zählspiel definiert hat) erkennbar ist, mag ich getrennte

    Brutto/Netto Wertungen als Ausgleich der Spielstärken auch. Allerdings fairer wäre es, meiner Meinung nach, auch 3 Brutto Preise auszuschreiben um Leistungen

    besser anzuerkennen.

  • OK, seit dieser Saison gibts es den guten, alten Stableford nicht mehr.

    Nicht?

    Nach wie vor werden Turniere als Zählspiel nach Stableford ausgeschrieben und nach wie vor erscheinen Streicher auf den Scorekarten.

    Das bestätige ich. Ich habe mich vor wenigen Minuten für ein "Stableford-Turnier" angemeldet.
    Was habe ich verpasst, hinsichtlich Stableford?

  • Klar kann man das. Aber das ist doch ein wunderbares Alleinstellungsmerkmal dieses Sports. Der Scratchspieler und der PEler können gegeneinander antreten. Ich wüsste nicht wo es das sonst gibt. Wenn Anfänger Hemmungen haben mit einem guten Spieler loszugehen erklärt man das kurz und meist ist die Sorge weg und am Ende die Freude groß. Ich feiere das nach vielen Jahren Golf immer noch!

    Das ist richtig. Für Turniere würde ich aber eine reine Bruttowertung innerhalb verschiedener Handicap-Klassen bevorzugen. Das halte ich irgendwie für "ehrlicher".

  • Bei uns heißt es jetzt: Einzel-Zählspiel/Höchstergebnis

    Nix mehr Stableford. Und auf der Scorekarte stehen jeweils für Spieler/Zähler die maximalen Schlagzahlen.


    Danke für Eure Erklärungen. Hab mir die Ergebnisliste nochmal in Ruhe angesehen...

    Und klar: Wenn ich 100 Schläge nach Hause bringe ist das "na ja"... wenn jemand mit HCPI 16 dann 99 Schläge hatte ist das natürlich ein Desaster!

    Jetzt hab ich's kapiert


    Merci:smiling_face:

    Tina

  • Für Turniere würde ich aber eine reine Bruttowertung innerhalb verschiedener Handicap-Klassen bevorzugen. Das halte ich irgendwie für "ehrlicher".

    Prinzipiell einverstanden. Wenn man aber die weithin übliche Einteilung in 2 oder 3 Klassen beibehält, sind die Handicap-Unterschiede immer noch so groß, dass einige Spieler von vornherein so gut wie chancenlos sind. Wäre also hilfreich, lieber mehr, aber kleinere Klassen zu bilden. Dadurch fördert man gleichzeitig auch, dass Spieler nicht immer in derselben Klasse antreten, sondern "aufsteigen" und "absteigen" und sich dadurch mal am unteren, mal am oberen Ende des Leistungsniveaus befinden. So gleichen sich über die Zeit die Chancen tendenziell an.

  • Und eigentlich war der Wechsel nötig, denn wir spielen nach Schlägen und nicht nach Punkten

    Was den WHI betrifft: richtig.

    In der Praxis (wie schon mehrfach erwähnt) sind die Stfd-Punkte im Turnier das A&O.

    Es werden die Schläge gezählt und ein Strich notiert, wenn kein Stfd-Punkt (gem. Vorgabe an dem Loch) mehr erzielt werden kann. Und die Summe der Punkte (und nichts anderes) bestimmen die Wertung.

    Wenn ich bei einem par 4, 1 Schlag Vorgabe, meinem Zähler eine 7 ansage (kommt leider vor), kommt meist die Antwort: "Ähh, also Strich, oder?"

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