Corona

  • Ich fühle mich zunehmend bestraft für etwas, was ich nicht gemacht habe.......und damit kann ich zunehmend schlechter umgehen.....tut mir Leid

    Das ist eigentlich schon eine religiöse Aussage. So hat die Kirche jahrhundertelang argumentiert und uns Menschen eingepflanzt, dass wir von Gott für die Erbsünde bestraft werden, die wir selber gar nicht begangen haben. Tatsächlich ist es aber so, dass das Virus keine Strafe "von oben" ist, sondern eine Art Predator, der mit uns Menschen um den Lebensraum Erde konkurriert.


    Das ist möglicherweise schwer zu akzeptieren, auch weil das Virus häufig nicht als Lebensform gilt. Aber da gibt es mittlerweile auch andere Sichtweisen und verhaltenstechnisch ist es auf jeden Fall so zu sehen.

  • Quote

    Tatsächlich ist es aber so, dass das Virus keine Strafe "von oben" ist, sondern eine Art Predator, der mit uns Menschen um den Lebensraum Erde konkurriert.

    Wo habe ich das denn den geschrieben. Du hast meine Aussage offensichtlich nicht verstanden

  • Damit hast Du natürlich Recht. Aber das macht es für mich und meine Familie auch nicht besser. Wir halten uns sehr konsequent an die Maßnahmen und ich traue es mir mittlerweile zu verantwortungsvoll mit dem Virus und mit der Gefahr umzugehen und mich zu schützen. Ich habe aber nicht mehr lange Bock darauf die Zeche dafür zu bezahlen, dass einige wenige sich nicht so verhalten wie sie sollten.

    Ich fühle mich zunehmend bestraft für etwas, was ich nicht gemacht habe.......und damit kann ich zunehmend schlechter umgehen.....tut mir Leid

    Deswegen denke ich häufiger das die die sich an nichts halten wollen aber mit ihrer Einstellung und ihrem Verhalten dafür sorgen, das alle dafür büßen müssen, einfach noch zu gut und unbestraft durchkommen.


    Es gibt sogar mittlerweile eine Studie, das die beiden Querdenker Demos im November in Leipzig und in Berlin für ca. 16.800 Infizierungen gesorgt hat und somit wohl auch für 450-500 Tote.


    Ich bin kein Jurist aber mir kam schon häufiger die Frage da wir ja mittlerweile alle wissen wie man sich und andere infizieren können und eine gewisse prozentuale Zahl da auch sterben kann, ob dies dann wie es bei diesen Demonstrationen gelaufen ist nicht dann sogar von einem „versuchten Mord“ gesprochen werden könnte.


    Ich weiß, dies ist ein harter Gedanke, nur müsste man nicht wirklich auch mal darüber reden , ob dies alles so hingenommen werden kann und muss.


    :/

  • Tatsächlich ist es aber so, dass das Virus keine Strafe "von oben" ist, sondern eine Art Predator, der mit uns Menschen um den Lebensraum Erde konkurriert.

    Das ist insofern schon mal Unsinn, als dass das Virus nicht mit dem Menschen um den Lebensraum konkurriert, weil es ja den Mensch offensichtlich auf dem Weg zur Weltherrschaft als Wirt benötigt. Was macht das Virus, wenn alle Menschen den Abgang gemacht haben?

    So ein Käse…

  • Was wollt ihr Palmers dieser Welt denn? Dass alles gelockert wird, damit wir in drei Wochen wieder die gleiche Situation haben?

    Schon mal überlegt das es zwischen alles zu und alles auf, noch intelligentere Lösungen geben könnte?

    Wenn Du genau mit "Ihr" ansprichst weiß ich nun nicht, aber für mich kann ich sagen das ich eine

    verlässliche und berechenbare Politik haben möchte.

    Wenn ich mir seit Mitte Dezember anhöre der 7 Tage Wert muss unter 50 dann kann gelockert werden,

    möchte ich zu diesem Zeitpunkt nicht hören es bleibt alles zu bis wir unter 35 sind.


    Wer hier jetzt Lockerungen will, hat einfach immer noch nicht verstanden was eine Pandemie ist.

    Was ich nicht verstanden habe, ist das eine Pandemie ein Freibrief ist eine parlamentarische Demokratie außer Kraft zu setzten

    und mangels Kreativität alles vor die Wand zu fahren, ohne das eigentliche Problem wirklich in den Griff zu bekommen, denn

    das Virus wird uns auch so erhalten bleiben bis letztlich die meisten durchgeimpft sind.


    Mit jedem Tag ohne die zuerst zugesagten Lockerungen, wird die Akzeptanz für die Maßnahmen in der Bevölkerung abnehmen.

    Und die brauchen wir weiterhin dringend, denn ohne weitere Hygiene Konzepte wird es auch nach Lockerungen vorerst

    noch nicht gehen.

    Nach den Öffnungen nachdem ersten Lockdown wurde im Handel und der Gastronomie viel investiert um den Hygienebestimmungen

    gerecht zu werden, selbst nicht wenige Friseure hatten Plexiglas Abtrennungen und Luftfilter installiert mit dem Ergebnis das

    Handel, Handwerk und Gastronomie naschweislich nicht zu den Pandemiebeschleunigern zählten. Das nutzte aber beim 2. Lockdown nichts

    sie mussten trotzdem wieder schließen.

    Z.B. Flughäfen dagegen blieben weitgehend unkontrolliert geöffnet, mit dem bekannten Ergebnis.

    Wer jetzt weiter jegliche Lockerungen ablehnt, hat nicht begriffen das jetzt dringend eine nachhaltigere und intelligentere Politik gefordert ist damit unser

    Gesundheitssystem nicht schon alleine dadurch kollabiert weil es nicht mehr finanzierbar ist.

  • wie schnell so etwas der Politik um die Ohren fliegen würde?

    Keine Sorge, die sind in diesen Dingen völlig schmerfrei. Habe heute zufällig 5 Minuten der Debatte im Bundestag gesehen. Die Vorstellung, dass dort Politik gemacht werden würde, ist ein einziger Witz. Keiner hört dem Redner zu, sondern ist nur mit seinem Smartphone beschäftigt. Meinungen werden hier sicherlich nicht gebildet und sollte es zu Abstimmungen kommen, greift immer noch der Fraktionszwang.


    Davon ab, ist für mich das größte Problem, dass es diesen Leuten (der öffentlichen Hand) überlassen wird, Maßnahmen in Zeiten einer Pandemie zu planen. Wohin das führt, Planung der öffentlichen Hand, zeigen Beispiele wie der BER oder der Bau einer Ampelanlage in unserer Stadt. Und Beispiele, die das Gegenteil belegen, werden geringschätzig abgetan. Palmer in Tübingen ist ein Unsympath und Madsen in Rostock steht zum Glück einer Ex-Ossi-Stadt vor, die man so abgelegen kaum beachten muss. Kriegen ja noch nicht mal den Fußball gebacken.


    Ich war anfangs wegen dem Begriff zero covid von der Initiative abgeschreckt. Wenn man sich den Inhalt näher betrachtet, wirkt dies um einiges sinnvoller als das derzeitige Theater unserer Politik. Und bitte nicht wieder der Vergleich mit China und von wegen, wie gut es uns doch geht. Gerade deshalb, ist es umso beschämender, dass man keine vernünftige Planung auf die Reihe bekommt. Was ich damit meine: Wo ist bspw der Hinweis, wie man die Gesundheitsämter besser ausstatten will, wenn die beliebige Inzidenzgrenze nur an deren Kapazität gemessen wird?

  • Das ist eigentlich schon eine religiöse Aussage. So hat die Kirche jahrhundertelang argumentiert und uns Menschen eingepflanzt, dass wir von Gott für die Erbsünde bestraft werden, die wir selber gar nicht begangen haben. Tatsächlich ist es aber so, dass das Virus keine Strafe "von oben" ist, sondern eine Art Predator, der mit uns Menschen um den Lebensraum Erde konkurriert.


    Das ist möglicherweise schwer zu akzeptieren, auch weil das Virus häufig nicht als Lebensform gilt. Aber da gibt es mittlerweile auch andere Sichtweisen und verhaltenstechnisch ist es auf jeden Fall so zu sehen.

    Er fühlt sich von der Politik bestraft für Dinge die nicht in seiner Verantwortung liegen.

    Für den Fall dass du es immer noch nicht verstanden hast....

  • Inzidenz unter 100: Experten warnen vor Lockerungen!

    Inzidenz unter 50: Für Entwarnung ist es noch zu früh!

    Inzidenz unter 25: Der Trend ist nicht stabil!

    Inzidenz unter 5: Das Virus ist noch unter uns!

    Inzidenz bei 0: Wir dürfen das erreichte nicht gefährden!



    Gestern per WhatsApp bekommen, könnte was wahres dran sein....

  • Den Teil mit "Eine Pandemie ist dynamisch" hast Du überlesen, oder?

  • Die Gesundheitsämter besser ausstatten, ja, das ist eine sehr wichtige Sache. Aber: Wenn nur alle Jubeljahre (*dreimal auf Holz klopf*) mal eine solche Pandemie auftritt, ist ein Gesundheitsamt, das den Anforderungen einer Pandemie gerecht wird, die meiste Zeit deutlich unterfordert. Es gilt also, eine Infrastruktur zu schaffen, die subsidiär tätig werden kann, aber quasi im Hauptberuf was anderes macht.

    Was mich auch schier rasend gemacht hat, ist diese Wochenend-Pause beim Testen etwa, als ob das Virus am Wochenende Pause machen würde. Ich bin ziemlich sicher, dass eine durchgehende Arbeit mit Schichtbetrieb ein wesentlich zuverlässigeres Bild der Situation brächte. Und noch ein paar andere Kleinigkeiten wie die Tatsache, dass man sich nur beim Auftreten von Symptomen testen lassen kann (als Ottonormalbürger jedenfalls). Vermutlich wären bei einer breiteren Teststreuung viel mehr Infektionen erkannt worden und durch Quarantäne weitere Ansteckungen verringert worden…

  • Ein schöner Artikel aus der Süddeutschen


    Umschalten in den Krisenmodus


    Quote

    Das Problem ist, dass die Fakten zeigen, dass das bundesdeutsche Impfmanagement an vieles erinnert, nur nicht an das, was man sich gemeinhin unter Chefsache vorstellt. Der Begriff impliziert, dass es eine verantwortliche Person gibt, bei der Fäden zusammenlaufen. Diese Person sorgt dafür, dass alles darauf ausgelegt wird, das Virus in den Griff zu bekommen. In der Realität gibt es viele Verantwortliche, die sich an der Beschaffung, Bestellung oder auch Finanzierung und Verteilung von Impfstoffen versuchen - aber keinen, der vorprescht mit einem ganzheitlichen, mutigen Lösungsansatz. Statt auch im Denken umzuschalten in den Modus Jahrhundertkatastrophe und beim Impfen den großen Kraftakt zu wagen, wird so getan, als sei das Problem mit herkömmlichen Mitteln zu lösen.

  • Danke für diesen Beitrag, der zumindest ansatzweise mal aufzeigt, dass man mit einfachen Lösungen hier nichts gewinnen kann. Das ist am Ende eine ziemlich komplizierte Modellberechnung, die ein Nicht-Experte kaum nachvollziehen kann. Wäre ja auch komisch wenn jemand jahrelang Epidemiologie studiert und am Ende das Gelernte in drei Sätzen so zusammenfassen kann, dass sowohl Politik als auch Stammtisch verstehen wie seine Empfehlungen zustande kommen.


    Die BILD-Zeitung hat sich übrigens auf dieselbe Linie eingeschossen wie Du, nämlich dass die Regierung im Ganzen kaum kritisiert werden kann außer beim Thema Beschaffung und Verimpfung der Vakzine. Ich weiss nicht, ob das Dein Argument stärkt oder schwächt :)


    Jedenfalls hat der Chefredakteur gesagt statt eine Fabrik in Marburg zu bauen, hätte man 20 Fabriken in ganz Deutschland bauen müssen. Ich weiss nicht, ob ihm klar war, dass die Fabrik in Marburg gar nicht gebaut werden musste, sondern schon da war und nur umgerüstet werden musste. Aber wenn man sich mal anschaut wie kompliziert die Produktion von dem Biontech Impfstoff ist, dann fragt man sich schon ob die dazu nötigen Spezialmaschinen überhaupt in größerer Stückzahl lieferbar sind inklusive des benötigten Personals, das sicher auch nicht in drei Stunden ausgebildet ist.

    Es ist mir ziemlich egal, ob die BILD derselben Meinung ist wie ich.


    Und ich behaupte auch sicher nicht daß die Produktion von Impfstoff trivial wäre und man das einfach so anwerfen könnte.

    Aber es ist unbestritten, daß die Planung und auch die Kommunikation noch im letzten Jahr eine andere war, als das was wir jetzt als Ergebnis sehen.

    Das es anders gehen könnte, zeigt Israel. Klar haben die bessere Voraussetzungen, sind ein kleines Land und haben viel bessere Strukturen (Militär) um so ein Großprojekt stemmen zu können. Aber daß wir in D bisher Faktor 10 schlechter sind, liegt sicher nicht nur daran.

    Aber die Israelis kommen dadurch auch nicht zeitnah aus dem Lockdown. Sie haben 12% Einwohner, die eine Parallelgesellschaft und einen Staat im Staate bilden, und Corona bewußt ignorieren. Und sie werden vom Staat alimentiert und vermehren sich wie die Karnickel. Dagegen sind unsere Querdenker geradezu vorbildlich....

    Durchschnittlich alle 11 Minuten verfehlt ein Golfer das Grün. Kein Problem für mich, ich parchippe jetzt.

  • Was mich auch schier rasend gemacht hat, ist diese Wochenend-Pause beim Testen etwa, als ob das Virus am Wochenende Pause machen würde.

    Doch, ich bin mir sicher, daß auch das Virus ein wohlverdientes Wochenende genießt. Wird ja sogar weniger gestorben....

    *scnr*

    Durchschnittlich alle 11 Minuten verfehlt ein Golfer das Grün. Kein Problem für mich, ich parchippe jetzt.

  • Er fühlt sich von der Politik bestraft für Dinge die nicht in seiner Verantwortung liegen.

    Ja, das habe ich schon verstanden. Vermutlich war mein Querverweis auf die ganz ähnliche Psychologie von Religion zu meta für einige.


    Aber vielleicht noch ein anderer Hinweis: die Dinge liegen durchaus in seiner (und unser aller) Verantwortung. Sonst könnte ich ja auch sagen ich zahle weniger Steuern, weil ich keine Bundeswehr brauche und mit den Ausgaben der Regierung sowieso nicht einverstanden bin. Wer Bürger eines Staates ist, der hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

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