Image des DGV

  • Hallo ihr Lieben,


    ich hab mal eine etwas seltsame Frage:


    Wie nehmt ihr den DGV wahr?


    Für mich ist das ein Haufen imkompetenter, ewig gestriger alter Männer, die sich furchtbar wichtig vorkommen und nichts aber auch gar nichts zustande bringen.


    Und jetzt kommt das Tollste: Das ist ein reines Vorurteil. Ich kenne keinen vom DGV, interessiere mich auch nicht dafür, was die machen und habe deshalb auch absolut keine Ahnung, ob die was können oder nicht.

    Aber woher kommt dann diese tiefe Abneigung und Verachtung? Ich bemühe mich ansonsten (wie ich meine erfolgreich) sehr, mich vorurteilsfrei gegenüber anderen zu verhalten. Aber hier versage ich kläglich.


    Viele Grüße

    Schrotty

  • Sehe ich ähnlich, kann aber auch nicht sagen, wieso....


    Der Verband schafft es eben nicht, das elitäre Image zu korrigieren und will das auch gar nicht. Und wenn man sich mal den Altersdurchschnitt in den GCs ansieht, wird es demnächst duster....


    Außerdem wird Corona etliche Clubs ausrotten, was man nur durch neue Mitglieder/Leute, die mit dem Golf anfangen, auffangen könnte

  • Andersrum gefragt: was erwartest du aus deiner Perspektive?


    Wenn die Entscheidungen intransparent wirken und sich der DGV nicht für den einzelnen Golfer verantwortlich fühlt, ist es kein Wunder dass einen ein gewisses Gefühl der Ohnmacht beschleicht. Daraus leite ich allerdings keine emotionalen Beurteilungen ab.

  • Dass das überlebenswichtige Ziel mehr Golfer durch den DGV propagiert wird, Barrieren abgebaut werden, mehr 3-Loch für den Einstieg gebaut werden, auf denen jeder orgeln darf und und und....


    Aber ich denke nicht, dass dafür jetzt die Zeit ist. Mal sehen, welche Clubs Ende 2021 noch rasen mähen und wo es wuchert...


    In der Golftime stand schon der erste Platz in Nidda/Gießen zum Verkauf...

  • Na ja, erst mal ist der DGV nicht der Verband der Golfer sondern der Verband der Clubs und Verein. Das macht schon mal einen Unterschied in der Außenwirkung. Auch wenn er DGV so tut als ob er sich für die Golfer einsetzt, so sind Verbandsinteressen nicht GolferInennen-Interessen, auch wenn sie sich teilweise Überschneiden.

    DIe Wirkung der Inkompetenz kann schon daher kommen, weil wir als golfende Individuen einen anderen Forkus haben als Verbände und Clubs und der Fokus nicht der gleiche ist.


    Leider ist es ja bisher nichts geworden mit einem Golfverband der GolferInnen, auch wenn es dazu schon ein paar mal Anläufe gab

    Da schau hin, ein Slice...

  • Andersrum gefragt: was erwartest du aus deiner Perspektive?

    Gute Frage, dir bringt mich auf eine andere: Was stört mich am Golf z. B.?


    • Elitäres Gehabe bei relativ vielen Golfern, jedenfalls bei mehr Menschen als in den meisten anderen Sportarten.
    • Schlechtes Image des Golfsports bei Nichtgolfern.


    Vermutlich mache ich dafür den DGV verantwortlich. Keine Ahnung, ob der für sowas zuständig wäre.


    VG Schrotty

  • das Image des Sportes wird doch von den Sportlern selber gelebt. Und wie bereits richtig angemerkt wurde, ist die Alterspyramide zu kopflastig. Egal in welche Richtung ich schaue: Mitglieder, Clubs, Verband... ich vermisse ein gemeinsames Ziehen am selben Strang. Und das zu ordnen, wäre tatsächlich etwas wofür ein Verband gut taugen würde...

  • Gefördert wird der Golfsport in Deutschland durch diesen Verband nicht.

    Ist das tatsächlich so? Ich nehme wahr, dass insbesondere durch die Gelder, die von der VcG kommen, etliche Dinge finanziert werden, die den Sport attraktiver machen sollen (ob das die richtigen Dinge sind, sei mal dahingestellt), also so etwas wie "Abschlag Schule" oder eben auch die Imagekampagne im TV.

    Nichts ist sicher!
    Noch nicht mal das.

  • Ist das tatsächlich so? Ich nehme wahr, dass insbesondere durch die Gelder, die von der VcG kommen, etliche Dinge finanziert werden, die den Sport attraktiver machen sollen (ob das die richtigen Dinge sind, sei mal dahingestellt), also so etwas wie "Abschlag Schule" oder eben auch die Imagekampagne im TV.

    Ich hätte schreiben sollen dass er nicht erfolgreich gefördert wird.

  • Naja, das misst der dgv natürlich lediglich an den "gemeldeten" Golfspielern in den Clubs (die die einfach Golfen, ohne einen Spielberechtigungsvertrag mit irgendeinem Club zu haben, kann man schlecht zählen). Und hier zeigte sich - soweit ich mich erinnere - durchaus eine Tendenz, die den Sport seit ein paar Jahren nicht so schlecht dastehen lässt.

    Ob jetzt 2020 wegen Corona mehr Leute die Platzreife gemacht haben, also das ohne Corona der Fall gewesen wäre, vermag ich nicht zu sagen (wahrscheinlich aber hatte das durchaus einen positiven Effekt).

    Nichts ist sicher!
    Noch nicht mal das.

  • Der DGV für den Golfer ist so ähnlich die die Kammern für Unternehmen. Als Mitglied ist man verpflichtet einen Beitrag zu zahlen, im Gegenzug erhält man keinen sinnvollen Gegenwert und ein paar Großkopferte machen sich einen schönen Lenz.


    Wenn der DGV ernsthaft seinen Nutzen transparent und nachvollziehbar machen würde, wären die Beiträge freiwillig 8o und würden weiter ganz bestimmt weiter sprudeln.... [/ironie]

  • Der DGV für den Golfer ist so ähnlich die die Kammern für Unternehmen. Als Mitglied ist man verpflichtet einen Beitrag zu zahlen, im Gegenzug erhält man keinen sinnvollen Gegenwert und ein paar Großkopferte machen sich einen schönen Lenz.

    Neben der "normalen" Verbandsarbeit hatten die in den letzten Jahren ja gut zu tun;


    2019 neue Golfregeln... Die Leitlinien für die Spielleitung gibt es noch immer nicht auf deutsch.


    Jetzt die neuen Regeln zum Handicap... Eigentlich schon 2020.


    Digitalisierung des DGV Ausweises.


    Dann die Kampagne "Golfglück" (oder so)... das Olympia verschoben wurde ist wahrscheinlich schon deshalb gut, da es dort wahrscheinlich sonst sehr viele Fälle von Burnout gegeben hätte.

  • Ich empfinde die Unterstützung des DGV (hier: für meinen Sohn) als sehr gut. Es könnte natürlich immer besser sein. Wir sind dankbar für das, was wir bekommen!

    Für mich persönlich ... ich habe nur als Vater Kontakt zum DGV ... ist nur der Club sichtbar.

    Natürlich gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten ;-)

  • Tue Gutes und sprich darüber. Und das ist jetzt eine Frage der Kommunikation.

    Kommunikation scheint mir durchaus ein Schwachpunkt beim DGV zu sein. Die genervten Reaktionen, wenn man mal anruft, deuten für mich schon darauf hin, dass da ein strukturelles Problem besteht.

    Und: Auch wenn der DGV der Dachverband der Clubs (und Golfplatzbetreiber?) ist, wäre eine allgemeine Ansprechstelle - sagen wir mal: eine Hotline - für den einzelnen Golfer durchaus sinnvoll. Es muss ja nicht gleich ein Callcenter sein…

    Transparenz bei Entscheidungen in Form von Artikeln auf der HP könnte auch nicht schaden. Die (feindliche?) Übernahme der HCP-Verwaltung z.B. hätte man durchaus plausibel erklären können. Wahrscheinlich fiele mir bei etwas mehr Nachdenken noch mehr ein.

  • TWiedeme vermutlich macht der Verband viel mehr (auch positives), von dem ich mangels Berührungspunkten nichts mitbekomme. Tue Gutes und sprich darüber. Und das ist jetzt eine Frage der Kommunikation.

    Ja, das mag sein.

    Jugendförderung ist aber ein heikles Thema. In vielen Clubs möchten die (meist älteren) Mitglieder lieber in Ruhe spielen und sehen es nicht so gerne, wenn die Jugend oder Golf als Sportart generell gefördert wird.
    Wenn der Club dann auch noch 1. oder 2. Bundesliga spielt, dann steigen die Diskussionen über das Budget extrem an.


    Ich kann also verstehen, warum der DGV nicht alles offen kommuniziert.


    Die Wahrnehmung der Außendarstellung entspricht der Golf.de Webseite ... etwas optimierungsbedürftig.

  • gute Jugendförderung kostet Geld. Und zwar zusätzliches Geld bei den eh schon oft angespannten Lagen der Clubs. Leider fließen die Fördermaßnahmen sehr "ungleich" zu wenigen einzelnen Clubs.

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