Es kommt sehr wohl auf die Länge an - auch beim Golf!

  • Hallo zusammen,


    nachdem es immer wieder in verschiedenen Beiträgen erwähnt wird: Wie ist es denn mit der Länge vom Tee? Kommt es auf die Länge an? Warum?
    Wie lang ist denn "lang" für Euch?


    Bin gespannt ...

  • Mit einer gewissen Grundlänge werden die Schläge ins Grün kürzer und die Wahrscheinlichkeit eines Grüntreffers steigt. Hat man diese nicht, hilft nur noch ein sehr gutes Kurzspiel. Also ja, auf die Länge kommt es schon an.

    Hilfreich wäre es auch von der passenden Teebox abzuschlagen. Da gab es doch vor einigen Jahren eine Kampagne in den USA, tee it forward, hieß sie, wenn ich mich nicht irre.

  • Mit einer gewissen Grundlänge werden die Schläge ins Grün kürzer und die Wahrscheinlichkeit eines Grüntreffers steigt. Hat man diese nicht, hilft nur noch ein sehr gutes Kurzspiel. Also ja, auf die Länge kommt es schon an.

    Stimme dir grds. voll und ganz zu. Nur Genauigkeit ist und bleibt für mich sogar noch entscheidender.


    Dazu kommt aber auch das jeweilige Platzdesign:

    Auf meinem Heimatplatz (unfaire Ziege) kannst du Front 9 (inkl. Par5) auch komplett ohne Driver oder Hölzer problemlos GIR spielen. Bei den Back 9 sind es 6 von 9 Löchern.

    Fehlschläge sind bei uns oft mit verlorenem Ball verbunden.


    Bei 2 Meisterschaftsplätzen im näheren Umfeld ist es genau umgekehrt. Super fair, aber ohne eine gewisse Grundlänge, GIR auf sehr vielen Par 4 und Par 5 kaum möglich.

  • Da hast du vollkommen recht. Mein Heimatplatz kennt so gut wie kein Rough und daher kann man auch immer ein paar Meter streuen (zu viel sollten es nicht werden, denn man hat tatsächlich die Möglichkeit an allen 18 Löchern in ein Wasserhindernis zu spielen - von trockenem Bachlauf bis zum See ist alles vorhanden).

    Allerdings ist es dann halt auch auf engeren Plätzen gut, wenn Du ein Hybrid oder langes Eisen lange die Bahn runterspielen kannst und dann nur noch einen kurzen Schläger ins Grün brauchst. Von daher finde ich eine gesunde Grundlänge schon wichtig.

  • In der Regel korreliert das Hdc grundsätzlich mit der Schlaglänge.

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich kenne kaum jemanden der stabil ein einstelliges Hdc spielt und dabei mit dem Driver kürzer als 200m schlägt.

    Andersrum kenne ich nur einen einzigen der mit dem Driver über 250m schlägt und nur Hdc 10 hat.

    Der puttet allerdings noch beschissener als ich und ich war froh dass ich ihn kennenlernte.

    Bis dahin ging ich immer davon aus dass ich der beschissenste Putter auf Erden war....


    Die Meter Angaben von mir sind richtige Meter und nicht gefühlte oder Forenmeter.

  • Dann kennst Du jetzt 2 8o

  • Ich habe das Thema auch wegen dem oft erwähnten Beispiel von Langer - Bryson, gewählt.

    Bryson hat beim Masters einfach schlecht gespielt und die Bälle irgendwo hin geschossen.
    Ob er zu viel wollte oder wie auch immer - es war nicht sein WE.

    Über mehrere Turniere hinweg hätte Bernhard Langer aber wohl keine Chance. Das soll jetzt seine Leistung beim Masters und im allgemeinen nicht schmälern, er ist für mich ein überragender Golfer.

    Die Weltspitze haut den Ball generell lang und folgender Beitrag trifft es für mich: https://www.golfwrx.com/639449…blasts-golf-media-idiots/.

    Im guten Jugendgolf verbessert sich das HCP mit der Länge - bis zu einem bestimmten Punkt. 10 m weiter vom Tee und auf der Bahn ist erstmal gut - 10 m weiter und im High-Shit bringt es nicht ... bei 60m weiter und im Rough sieht es eventl. wieder anders aus.

  • In der Regel korreliert das Hdc grundsätzlich mit der Schlaglänge.

    Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ich kenne kaum jemanden der stabil ein einstelliges Hdc spielt und dabei mit dem Driver kürzer als 200m schlägt.

    Ein höheres einstelliges geht auch noch mit unter 200m. Da hat man ja i.d.R. an den langen Löchern noch ein vor. Ab 5, 6 wird es dann nichts mehr, wenn man die langen Par4 und 5 nicht mehr in GIR erreichen kann... oder man muss Chippen und Putten können wie die besten Tourspieler.


    Länger als meine 200 noch was werde ich wohl nicht mehr, also Chippen und Putten zum Parsafe üben.

  • Zitat von einer Seite bei Golf.de


    Eine Analyse von Game Golf Live ergibt, dass der durchschnittliche Amateur seinen Driver nicht weiter als 200 Meter schlägt. Wir arbeiten einige weitere Werte für Sie heraus.

    Wer würde nicht gerne von sich behaupten, den Ball so weit schlagen zu können, wie Dustin Johnson oder Rory McIlroy? Die Beiden sind nur zwei von vielen Ausnahmegolfern, die man Woche für Woche am Bildschirm verfolgen kann. Und die ein ums andere Mal mit Abschlägen weit jenseits der 300-Meter-Marke beeindrucken.

    Die Realität auf dem Golfplatz sieht dann allerdings so aus, dass die meisten Amateure froh sein können, wenn sie regelmäßig weiter als 200 Meter schlagen. Das hat eine Analyse von Game Golf Live ergeben. Das Tracking-Tool, das einfach an den Gürtel geklippt wird und zahlreiche Daten zu jedem einzelnen Schlag und Schläger erfasst, hat auch im Golf.de Test überzeugt.

    Wie weit schlagen Amateure wirklich?

    Dass der Ottonormalgolfer nicht an die Weiten der besten Spieler der Welt herankommt, ist einfach der Tatsache geschuldet, dass die Profis ihr ganzes Leben nichts anderes machen, als das letzte Quäntchen Extra aus ihrem Schwung und Körper herausholen. Aber wie weit schlagen Amateure, die ihren Lebensunterhalt abseits des Platzes verdienen, denn nun ihren Ball? Zwischen April und September 2016 hat Game Golf4542471f589945fe9d984ad0f348071b unzählige Daten von Golfer in den USA, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Co. gesammelt und ausgewertet.

    Durchschnittliche Länge inkl. Roll (Driver) nach Handicap

    HandicapAnteilLänge in Metern
    HCP unter 514,63 %229,5
    HCP 5 bis 1021,94 %211,3
    HCP 10 bis 1939,42 %197,2
    HCP 19 bis 2817,28 %179,2
    HCP über 286,73 %162,3

    Die Daten zeigen eindeutig einen direkten Zusammenhang von Länge und Handicap. Mit langen Abschlägen bleiben kürzere Eisen ins Grün, die in der Regel besser kontrolliert werden können. Dies führt zu deutlich mehr Grüntreffern und öfter der Chance aufs Birdie sowie mit zwei Putts zum sicheren Par. Außerdem ermöglichen die Extrameter vom Tee an langen Par 4s überhaupt erst, das Grün mit dem zweiten Schlag erreichen zu können oder das Grün des kurzen Par 5s mit dem Zweiten anzugreifen.

    Der Längenunterschied zwischen Jung und Alt fällt dagegen deutlich geringer aus als man vielleicht erwarten mag.

    Durchschnittliche Länge inkl. Roll (Driver) nach Alter

    AlterAnteilLänge in Metern
    20 bis 30 Jahre12,97 %218,2
    30 bis 40 Jahre25,76 %211,4
    40 bis 50 Jahre24,17 %201,6
    50 bis 60 Jahre21,42 %193,8
    Älter als 60 Jahre15,69 %179,6

    Im Schnitt schlägt ein Amateur seinen Driver nur knapp über 200 Meter (200,9). Weitere interessante Werte aus der Analyse von Game Golf: Das Holz 3 wird im Schnitt 171 Meter weit geschlagen, ein Eisen 7 im Schnitt 122 Meter und das Pitching Wegde etwa 68 Meter weit.

    Anm. d. Red.: Die Werte für die Eisen sollten kritisch betrachtet werden, weil Game Golf Live nur erkennt, mit welchem Schläger der Schlag ausgeführt wurde. Nicht aber, ob es sich um einen Chip, Pitch oder vollen Schlag gehandelt hat. Gerade beim Pitching Wedge könnte dies zu verfälschten Werten führen.

    Drive for Show, Putt for Dough

    Vergleicht man den Werte der längsten Abschläge (im Schnitt knapp 230 Meter) mit denen der PGA und European Tour (267,3), fällt auf, dass selbst die guten Amateure im Schnitt 40 Meter kürzer Schlagen als die besten Golfer der Welt. Das sieht nicht nur nach viel aus. Der Unterschied ist tatsächlich enorm groß.

    Aber am Ende kommt es nicht darauf an, ob man den Abschlag 180, 200 oder 230 Meter weit schlägt; auch wenn lange Abschläge natürlich immer fein anzuschauen sind. Den entscheidenden Unterschied - und das sollte man bei aller Jagd nach mehr Länge nicht vergessen - erkennt man auf der Scorekarte. Arbeiten Sie also lieber an Ihrem kurzen Spiel und dem Putten. In diesen Bereichen ist es leichter, Fortschritte zu sehen und sich den besten Spielern der Welt etwas näher zu fühlen. Ihr Handicap wird es Ihnen danken.

  • die individuellen Fähigkeiten weiter zu schlagen als bisher, sind grundsätzlich eingegrenzt. Ich brauche mir auf meinem Niveau keine Gedanken über ein verändertes Coursemanagment zu machen, unter der Annahme ich könnte im Durchschnitt 250m Carry schlagen. Soll heißen: Gedanken darüber sind rein akademischer Natur.


    Natürlich würde ich von längeren Schlägen profitieren, aber meine strokes gained Auswertung zeigt mir, dass ich die Schläge nicht aufgrund der Länge verliere. Anders formuliert: besser mal nicht das Holz 3 aus mieser Lage spielen nur weil ich den zweiten Schlag auf einem langen Par 5 vor mir habe.

  • Die Drivelänge hat sich bei mir zwischen Sommer und Winter um glatt 30m verkürzt.

    Davon gehen sicher 90% auf den nicht mehr vorhandenen Roll.

    Im Sommer war ich bei Durchschnitt 229m und jetzt (also im Dezember als man bei uns noch spielen durfte) sind noch 197m übrig geblieben.

    Bei den Eisen habe ich vielleicht 5m verloren, eher durch dicke Klamotten und eingeschränkte Bewegungsfreiheit.

  • Arbeiten Sie also lieber an Ihrem kurzen Spiel und dem Putten. In diesen Bereichen ist es leichter, Fortschritte zu sehen und sich den besten Spielern der Welt etwas näher zu fühlen.

    Die Aussage halte ich inzwischen für missverständlich.


    Habe ich ein gutes Kurzspiel, dann habe ich i.d.R auch ein guten Treffmoment. Sonst bekomme ich beim chippen und pitchen keine konstanten Längen hin. Habe ich ein guten Treffmoment, dann sind auch die langen Schläge länger.


    Und die Profils sind alle lang. Das spielt sich der Score eben ins und ums Grün ab. Wir Hacker kommen ja nichtmal sauber aufs Fairway vom Tee.


    Und der größte Unterschied zu den Pros ist... Wenn die im Dreck liegen nach dem Teeshot, dann spielen die immer noch das Par und wir sind froh nach zwei Schlägen wieder kurzes Gras unterm Ball zu haben.

  • das sind keine Carry Längen, sonder inklusive roll. Arccos oder gamegolf messen nie die Carrylänge, es sei denn du hast einen Steckschuss in den Boden.

    Ok, dann mal Butter bei die Fische. Ich bin 54 und schlage inkl. Roll den Driver 230-240, hab aber auch schon 270 und länger abgeschlagen (nein, nicht senkrecht nach unten). Kann aber auch mal nur 180-200 rauskommen. Ja, ich weiß mein Hcp (8,1) ist zu schlecht für die Längen, aber ich trainiere halt auch nicht. Die Range sieht mich nur zum aufwärmen.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!