Putting Drills

  • Was für Putting Drills mögt ihr?


    Ich habe schon viel gelesen von Leuten denen das Putt Training zu langweilig ist, die "Rücken" davon bekommen und/oder sagen, dass auf dem Platz eh alles anders sei ...


    Ich finde es schon mal klasse, wenn man übt. Aber es kommt ja auch darauf an, wie und was man übt. Es gibt wenige Bereiche im Golf, bei denen man sich so stark verbessern kann wie beim Putten. Es ist die kleinste Bewegung und lässt den grössten individuellen technischen Bereich zu. Theoretisch kann man putten wie man will, Hauptsache es ist wiederholbar.


    Putt Training kann schnell monoton werden, irgendwann übt man nicht mehr zielgerichtet und übt quasi das Üben. Wer möchte denn schon gerne sagen, er hätte heute zwei Eimer Bälle geputtet, immer das Grün getroffen und muss jetzt leider zur Physiotherapie? ;-)


    Meine Lieblingsübung habe ich von meinem Pro. Ich finde sie recht "platznah".


    • 6 Tees willkürlich um ein Loch verteilen. Länge variiert von "Wadenbeisser" bis längerem Putt (ca. 6m, je nach Vorliebe)
    • je Station 1 Versuch, bei jedem Putt volle Routine (was immer ihr auch macht, inkl Grünlesen per Aimpoint, Ballausrichtung, Knochenorakel usw.)
    • Punkte:
      • Ball im Loch 3 Punkte
      • Ball maximal 1 Schlägerlänge hinter dem Loch 1 Punkt
      • Ball mehr als eine Schlägerlänge hinter dem Loch -1 Punkt
      • Ball zu kurz -2 Punkte
    • Ziel: 10 Punkte


    Was habt ihr für Drills? Vielleicht auch Zocks die man gegeneinander spielen kann? Zu zweit macht es eh mehr Spaß.

  • 1. 1-1,5m Putts (die "hasse" ich).

    2. Längenkontrolle (4m, 6m, 8m, 10m)


    Generell macht mir Putten eigentlich Spaß. Dabei können Plan und Ausführung viel besser zusammenpassen als bei allen anderen Schlägen.

  • Was für Putting Drills mögt ihr?


    Ich habe schon viel gelesen von Leuten denen das Putt Training zu langweilig ist, die "Rücken" davon bekommen und/oder sagen, dass auf dem Platz eh alles anders sei ...

    ....

    Was habt ihr für Drills? Vielleicht auch Zocks die man gegeneinander spielen kann? Zu zweit macht es eh mehr Spaß.

    Ich oute mich mal: Ich "hasse" putten - also putten üben.

    Laaaaaaaaangweilig und ich kann mich einfach nicht wirklich dazu durchringen. Aber ich habe bisher auch keine Drills und könnte mir vorstellen, dass dieses Spielchen hier Spaß machen könnte. Ich werd's jedenfalls morgen ausprobieren.

  • Mir geht es wie Jakko - Putten üben macht keinen Spaß. 10 min vor der Runde müssen reichen.

    Ich hab mir auch angewöhnt in diesen 10 min zwar aus 5-8m auf das Loch zu putten, aber nie zu versuchen den zweiten dann zu lochen.

    Putten ist Kopfsache und wenn ich vor der Runde drei Stück aus 1m vorbeischiebe gibt das nur schlechte Gedanken. Deswegen versuche ich das gar nicht.

    Mir geht es vor der Runde nur um das Gefühl für die Geschwindigkeit, deswegen reicht es mir auf dem Übungsgrün häufig auch einfach nur von der Mitte Richtung Grünrand zu putten.

  • Mir geht es wie Jakko - Putten üben macht keinen Spaß. 10 min vor der Runde müssen reichen.

    Ich hab mir auch angewöhnt in diesen 10 min zwar aus 5-8m auf das Loch zu putten, aber nie zu versuchen den zweiten dann zu lochen.

    Putten ist Kopfsache und wenn ich vor der Runde drei Stück aus 1m vorbeischiebe gibt das nur schlechte Gedanken. Deswegen versuche ich das gar nicht.

    Mir geht es vor der Runde nur um das Gefühl für die Geschwindigkeit, deswegen reicht es mir auf dem Übungsgrün häufig auch einfach nur von der Mitte Richtung Grünrand zu putten.

    kurz vor der Runde soll man ja auch nicht trainieren ;-) die obige Übung vom Eingangspost mache ich gerne auch mal nach der Runde. Dauert nicht allzulange und hilft wirklich gut. Ich muss mich aber zwingen, immer die komplette Routine zu machen. Das hilft mir auch auf dem Platz. Dazu kommt ja auch, dass derselbe Putt nicht mehrfach gemacht wird.

    Edited once, last by Bastl ().

  • Bastl: Solche Stationen bauen wir auch auf. Ist abwechslungsreich!


    Ein paar Tools haben wir natürlich auch im Einsatz:


    - Putt-Rail: Der Ball muss auf der Rail bleiben und dann ins Loch.
    - Gate Putten: Der Ball muss durch ein Gate ins Loch. Das Gate ist nur ein paar mm breiter als ein Ball
    - Maurer Schnur (mit Kreide getränkte Schnur: Gerade Putts 2 m ins Loch.
    - Spiegel: Augenkontrolle über Ball (auch in Kombi mit Gate)

    z.B. hier: Putt Hilfsmittel

  • Da sprichst Du was - meiner Meinung nach - wichtiges an. Die Puttroutine. So was sollte man unbedingt haben und durchziehen (und damit meine ich nicht 5 minütiges herumschleichen um Ball und Fahne - das sollen die machen, denen ein verschobener Putt 50.000 € kostet)

    Es gab letztes Jahr ein paar Wochen, da hatte ich nicht so wirklich Bock auf Golf und das hat sich dann auch darin geäußert, dass ich beim putten mich an den Ball gestellt habe und ihn dann ohne großes Brimborium geputtet habe. Das habe ich nicht bewusst so gemacht - ist schwer zu erklären - aber ich hab da eigentlich mehr so vor mich hingespielt. Nach der Runde hab ich dann beiläufig gesagt „mist, das war jetzt die dritte oder vierte Runde nacheinander mit 36 putts, so kenne ich mich gar nicht“. Meine Frau hat mich dann darauf hingewiesen, dass ich ja auch meine Routine gar nicht mehr durchführe (hinter dem Ball in die Knie, Linie suchen und dann an den Ball zum Schlag), sondern mich gleich hinstelle.

    Bei der nächsten Runde hab ich das wieder geändert und gleich sind auch wieder mehr putts gefallen bzw. so gut wie keine 3 putts mehr passiert.

  • Mein erster Pro hat mir mal folgende Übung empfohlen, die ich immer noch gerne mache: Nacheinander alle (neun) Löcher auf dem Übungsgrün spielen. Also von der 1 auf die 2, dann auch die drei usw. Ziel ist es, Dreiputts zu vermeiden. Bei einem gelochten ersten Putt bekommt man einen "Fehlversuch frei", ansonsten zählt man die Löcher, die man ohne Dreiputt übersteht. Ist sehr abwechselungsreich, da man auch die Reihenfolge der Löcher variieren kann und kommt der Situation von langen Putts auf dem Platz sehr nahe, weil man immer wieder andere Breaks und Längen zu bekämpfen hat und die Situationen immer wieder neu einschätzen muss. Allerdings sollte man die Routine nur bei einem einigermaßen leeren Puttinggreen durchführen ;)


  • - Spiegel: Augenkontrolle über Ball (auch in Kombi mit Gate)

    z.B. hier: Putt Hilfsmittel

    Dieser Spiegel ist aber nur für das Putten "straight back and straight through" ein gutes Hilfsmittel.

    Da nicht alle Golfer einen geraden Puttschwung spielen, führt die falsche Positionierung des Balles

    dann zu deutlich schlechten Ergebnissen.


    Beim Putten mit leichtem Bogen "slight arc" ist die Ballposition außerhalb vom Augenpunkt.

  • Quote

    Was für Putting Drills mögt ihr?

    Gar keine, und das ist das Problem.


    Bin sicher nicht der schlechteste Putter, aber was man nie trainiert kann auch nicht besser werden.


    Engelchen sagt "Tu was, 2, 3, Putts weniger pro Runde sind doch was schönes", Teufelchen sagt "Geh zum ersten Abschlag". Teufelchen siegt.

    Durchschnittlich alle 11 Minuten verfehlt ein Golfer das Grün. Kein Problem für mich, ich parchippe jetzt.

  • Ich kann das Buch Every Shot Counts von Mark Broadie, dem Mann, der die Golfstatistik revolutioniert hat, sehr in diesem Kontext empfehlen.

    Ein Kapitel widmet sich dem Training und gibt einige sehr schöne Beispiele zum Putttraining. Toll dabei ist, dass die Ergebnisse, die man erzielt, in statistische Relation gestellt werden. Im Sinne von: Die besten Tourspieler machen x Punkte bei dieser Übung, schlechte y, 80-Spieler z.

    Ich finde das sehr motivierend.

  • Quote from distefano

    Putten ist Kopfsache und wenn ich vor der Runde drei Stück aus 1m vorbeischiebe

    4-6 feet put. 25 Bälle, geht einer vorbei wird neu gestartet (Getränk nicht vergessen) ab dann bereiten dir solche Puts keine Probleme mehr

  • Das würde bei mir spätestens mit Einbruch der Dunkelheit eine endlose Geschichte werden. 😉

    Eigentlich nicht, weil mit einbrechender Dunkelheit die Geschichte zu Ende wäre. Oder wie siehst du das?

    Bei vielen Clubs ist doch das Putting-Grün in der Nähe der Clubhausterrasse; da kann man sich immer wieder neue Motivation holen: 30 Putts am Stück gelocht ergibt ein Weizen und nach der dritten Runde fasst du Schläger und Bierglas schon viel lockerer an!

  • Ist eine Abänderung des Spiral drills. Normalerweise gehst Du wie eine Spirale um ein Loch. Startest erstes Tee bei 3ft nächstes 4ft bis hin zu 12. Wenn Du einen nicht lochst geht es wieder zu Tee 1. Punkte gibt’s da aber nicht sondern eher einen kurzen Nachmittag oder sehr langen :)

  • 4-6 feet put. 25 Bälle, geht einer vorbei wird neu gestartet (Getränk nicht vergessen) ab dann bereiten dir solche Puts keine Probleme mehr

    Dann musst Dir keine Gedanken um Dein Geldbeutel machen da dies selbst auf der PGA Tour keiner schafft :) 7-8 von 10 ist da schon er sehr gutes Ergebnis wenn man dabei ums Loch läuft

  • Wir hatten das Thema glaube ich schon im Spicy.

    Fred Shoemaker "Extraordinary Putting" lesen und danach handeln.

    Ich übe regelmäßig Putten vor der Privatrunde und natürlich, wenn es um etwas geht.


    Das hat fast ausschließlich technische Gründe, weil ich wissen möchte, ob an dem Tag eine Tendenz "links oder rechts vom Loch" vorherrscht (meist ist es links).


    Auf der Runde löse ich einen Putt nur aus, wenn ich im Sinne von Shoemaker "connected" bin.


    Buch lesen (@ Jani viellt. was für Dich :) ) und machen. Bei mir immer kleiner gleich 36 (beste Runde 28 Putts).


    Brauche ich aber auch, weil mein Abschlag ist ungefähr so lang wie ein E7 bei anderen.

    „Der wichtigste Schlag im Golf ist der nächste.“ (Ben Hogan)

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