Posts by Lorili

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    "Flaggenerkennung" / "Pinsseeker" haben derweil auch die günstigen Laser. Das ist das Mindeste auf das ich achten würde. Es ist eine echte Hilfe, wenn hinter dem Grün Bäume, Sträucher oder andere Dinge sind.

    Ja, das ist schon sehr sinnvoll. Mein Laser vibriert, wenn er die Fahne erfasst hat.....das ist super.

    Jetzt will ich auch noch mal meinen Lieblingsaufsatz zu diesem Thema zu besten geben. Arnd Welling (ich das war der NAme) hat den irgenwann mal geschrieben.



    Die einzelnen Schläger sind in ihrer Länge gestuft. Bei gleichbleibender Winkelgeschwindigkeit des

    Handgelenks erhöht sich mit länger werdendem Schaft die Schlägerkopfgeschwindigkeit. Bei gleicher

    Treffqualität fliegt der Ball mit entsprechend höherer Geschwindigkeit los. Dabei wird der

    Abflugwinkel durch den geringer werden Loft der Schläger immer flacher. Die zunehmende

    Geschwindigkeit ergibt eine längere Steigphase und damit jene ballistische Flugkurve, die ein

    bestimmtes Schlaglängenstepping ergibt.

    Aus diesem Konzept heraus ergeben sich leider einige physikalische Probleme. Wunsch ist ja, dass

    sich alle Schläger gleich anfühlen / gleich bewegen lassen. Die Begriffe Schwunggewicht,

    Drehmoment und Trägheit sind ja bereits genannt worden. Bei allen Begriffen geht es um Masse und

    ihre Verteilung innerhalb des Golfschlägers. Bei Schwunggewicht und Drehmoment geht es um

    Masse in Entfernung zu einer Drehachse, bei der Trägheit um die Masse zum Quadrat der Entfernung

    zu einer Drehachse.

    Man sieht schon, dass für die weitere Betrachtung die Frage der Drehachse wichtig ist. Zur

    Vereinfachung der weiteren Betrachtung möchte ich diese für Rechtshänder ins linke Handgelenk

    verlegen, Linkshänder vice versa (das ist nur zur Vereinfachung, ich bin nicht der Meinung, dass sie da

    liegt!). Mit dem länger werdenden Schaft bewegt sich die hohe Masse des Schlägerkopfes immer

    weiter vom Handgelenk weg. Ergo würden die Werte für Drehmoment und Trägheit steigen. Das

    haben vor vielen Jahren auch die Schlägerbauer der damaligen Zeit erkannt und einige sehr kluge

    Köpfe haben nach einer Lösung für dieses Problem gesucht. Zuletzt hat Kenneth Smith die bis dahin

    schon bestehenden Patente gekauft und die bis heute bekannte Schwunggewichtswaage auf den

    Markt gebracht. Diese Schwunggewichtswaage hat eine Drehachse, die 14“ (inch) vom Griffende

    entfernt liegt, hat also nichts mit unserem Handgelenk oder sonst einer im Schwung vorkommenden

    Drehachse zu tun. Was macht dieses Teil dann so gut, daß es immerhin über 60 Jahre

    Golfentwicklung überlebt hat. Wenn alle Schläger über diese 14“-Achse ausbalanciert werden ergibt

    sich ein sehr guter Kompromiss zwischen den Werten für Gewicht, Drehmoment und Trägheit der

    einzelnen Schläger. Grundsätzlich wird das erreicht, indem man den Schlägerkopf je ½“ Verlängerung

    des Schaftes um 7g leichter konstruiert. Ein E3 ist damit auf der Waage das leichteste Eisen. Um es

    noch einmal zu verdeutlichen: kein Schläger ist dabei gleich dem anderen, aber der Kompromiss

    scheint sehr gut gelungen.

    Lange Zeit war man der Meinung, dass es nicht möglich wäre unter Beibehaltung des Eingangs

    beschriebenen Schlägerkonzeptes alle Parameter exakt gleich zu bekommen. Hier kommt die Arbeit

    von Theodore P. Jorgensen in seinem Buch "The Physics of Golf" ins Spiel, der genau das

    nachgewiesen hat. Näheres bitte doch nachlesen.

    Warum wurde überhaupt nach einer Verbesserung der Schwunggewichtswaage gesucht? Die 7g

    leichter werdenden Köpfe reichen bei länger werdenden Schlägern leider nicht aus, um die zum

    Quadrat steigende Trägheit zu kontern. Das E3 (oder damals noch E1 / E2) fühlte sich einfach

    schwerer zu schlagen / beschleunigen an. Hier kommt jetzt der Bogen zum MOI-Matching. Der

    Gedanke war, dass wenn ich die Trägheit der Schläger angleiche, benötige ich immer die gleiche Kraft

    über das Handgelenk, um den Schläger zu beschleunigen. Deshalb die wichtige Arbeit von Jorgensen.

    Die Frage von Max, ob eine Änderung des Timings bei verschiedenen Schlägern nötig ist, muss klar

    mit „ja“ beantwortet werden. Die Antwort ergibt sich ebenfalls aus der nicht ausreichenden

    Anpassung der Trägheit auf der Schwunggewichtswaage. Die höher werdende Trägheit erfordert

    einen zunehmenden Kraftaufwand über das Handgelenk. Wie Thomas auch schon ausgeführt hat erscheint

    diese Zunahme unkritisch, solange die möglichen Kraftwerte nicht überschritten werden.

    Neben diesen physikalischen Grundlagen eines Schlägersatzes gibt es aber auch noch koordinative

    Überlegungen. Mit zunehmender Schaftlänge müssen unsere koordinativen Fähigkeiten steigen, um

    die Eingangs erwähnte gleichbleibende Treffqualität zu ermöglichen. Damit ergibt sich für mich die

    Frage nach dem „Lieblingseisen“ nicht aus der Betrachtung des MOI, sondern als persönlich

    empfundener bester Kompromiss aus Treffqualität, Schlaglänge, Zielgenauigkeit, usw.. Dieser liegt

    bei den meisten Spielern je nach Könnensstufe eben zwischen E8 bis E5.

    Nach dem vorher gesagten könnte man jetzt auf die Idee kommen und eine Anpassung der Schäger

    entsprechend ihrer Trägheit für optimal halten. Dem stimme ich auch zu, aber dann nur in einer Art,

    wie Jorgensen sie beschrieben hat. Leider wird von allen mir bekannten Schlägerbauern, die MOIFitting/

    Matching anbieten (mich eingeschlossen) anders gearbeitet. Die heute im Markt üblichen

    Geräte passen nämlich nur die Trägheit an und kümmern sich nicht um die Werte für Gewicht und

    Drehmoment innerhalb eines Schlägersatzes. Im Gegensatz zur Schwunggewichtswaage, die einen

    Kompromiss zwischen den drei Parametern sucht wird beim heute üblichen MOI-Matching der

    Kompromiss einseitig zugunsten einheitlicher Trägheit verlegt. Die Nichtbeachtung des Gewichts

    halte ich für diskutabel, die des Drehmoments nur sehr bedingt. Dazu kommt, dass der Konstrukteur

    des heute meistens verwendeten MOI-Messgerätes die Drehachse ans Griffende verlegt hat. Wenn

    die Drehachse für die Trägheitsberechnung aber falsch gewählt ist können die danach angegebenen

    Werte noch so gleich sein, es passt hinterher nicht. Zum Vergleich: Jorgensen rechnet mit einer

    Drehachse, die 2“ unter dem Griffende liegt. Fazit: MOI-Matching macht keinen besseren

    Schlägersatz, es verlegt nur aus bestimmten Gründen den Kompromiss in der Abstimmung der

    Schläger zueinander etwas anders. Das kann einen bestimmten Spieler unterstützen, muss es aber

    nicht.

    Hatte damals auch den Light probiert. Empfand den Unterschied aber jetzt nicht so stark, wie bei den Edelmetallschlägern mit dem niedrigen Schlägerkopfgewicht. Dort kommt nun ein FORCETEC XP50/5T 59 drauf.

    Ist auch logisch. Den größten Einfluss hat die Masse mit dem größten Abstand zur Drehachse und das ist der Kopf.

    Er hat weiter gespielt, was sollte er auch machen. Aber so richtig viele gute Schläge habe ich nicht gesehen. Die Abschläge waren oft rechts (wo auch sonst) und die Schläge aufs Grün waren eher mäßig. Er hat gut geputtet. Er hat das Spiel ab Loch 4 zusammengehalten und das war gut. Auch ohne den schlechten Anfang hätte er es schwer gehabt. Wenn einer aus der Verfolgergruppe einen extrem guten Tag (und es waren dieses mal zwei) dann kann man nicht viel machen....



    Alles gut

    Wie seht Ihr das ?


    Sollen Spiele bei der Europameisterschaft in München mit Zuschauern stattfinden. Die Uefa verlangt eine Garantie, dass Fans ins Stadion dürfen.


    Ich bin ganz klar dagegen....auch wenn ich nicht in München wohne. Ich finde das Risiko einer Corona-Eskalation ist zu groß.