Posts by tigerinrente

    In diesen Ligen spielen mindestens 6 (von 9) Spieler am Spieltag 36 Loch. Es geht los um 7:30 Uhr und endet meistens gegen 19:00 Uhr. Sportlich durchaus eine Herausforderung. Da ist ein wenig Unterstützung durchaus angebracht. Mal schaun, was nächstes Jahr ist.

    da geht es aber noch weiter:

    "Hat der Spieler aber einen Ball gedroppt und der Ball kommt irgendwo anders als an der vorgeschriebenen Stelle zur Ruhe, zieht er sich die Grundstrafe für Spielen vom falschen Ort zu, wenn der Ball gespielt wird, ohne den Fehler zu berichtigen."

    Ich habe das so interpretiert, dass sich der eine Strafschlag nur auf den Fall bezieht, dass der Drop an genau der einzelnen Stelle liegen bleibt, wo eigentlich hingelegt werden müsste. Er droppt aber im Erleichterungsbereich

    ein interessanter Gedanke, allerdings ist ein Match was um 9.00 Uhr getimed ist auch um 9 Uhr gestartet, egal wer zu dem Zeitpunkt da ist. Das Ergebnis ist dann die Summer der Strafen oder der Lochgewinne.

    OK, verfolgen wir den Gedanken weiter. Strafen: Lochverlust für B wg. zu spät am Loch 1 (und Lochgewinn für A). Ergebnissse der anderen Löcher? Keine, die hat A teilweise für sich gespielt. Strafe dafür? Üben auf der Runde? Macht pro Loch Grundstrafe = Lochverlust. Waren das mehr als die Hälfte der Löcher?

    Display Spoiler

    Einen Schlag hat keiner ausgeführt, also hat auch keiner regelgerecht final eingelocht. Bleibt also zunächst nur die Bewertung der Anwesenheit zur festgesetzten Zeit (=Matchbeginn). A war da, B auch, allerdings mit Strafe. Also 1 auf für A nach dem ersten Loch. Und danach? Nicht genügend Löcher gespielt, um einen Sieger des Lochspiels zu bestimmen. Außer man kann A wg. Verstoß nach 1.2. (grobe Unsportlichkeit) bestrafen.

    für mich C

    Display Spoiler

    Aus meiner Sicht hat das Match gar nicht angefangen, da Spieler A solange hätte warten müssen, ob Spieler B innerhalb der fünf Minuten angetreten wäre. Spieler B hatte keine Chance, zu erkennen, dass Spieler A schon dagewesen ist. Spieler B hat das Spiel aber noch nicht begonnen.

    Schon klar, daß das mit der Ergänzungstabelle den Erwartungswert abbilden soll.

    Aber m.E. ist das nicht ganz zielführend.

    Bsp: Auf einer Anlage bei mir in der Nähe hat ein Spieler mit HCPI 16,9 8 Vorgabeschläge auf 9 Loch und 16 Vorgabeschläge auf 18 Loch. Laut Ergänzungstabelle wird aber erwartet, daß er 10 Vorgabeschläge (exakt 9,99) auf die nicht gespielten 9 Loch benötigt. Spielt ein Spieler nun seinen Erwartungswert von 10 über auf 9 Loch (also 16 Netto), ergäbe das ja hochgerechnet auf 18 Loch ein Nettoergebnis von 32 Netto. Damit war man ja nach der alten Regelung nicht mal mehr in der Pufferzone.

    Ich kenne das mit der alten Regelung so, daß die Erwartung an einen sehr guten Tag war, sich zu verbessern (36+ Netto), an einen guten, seine Vorgabe zu spielen (36 Netto), an einen normalen, zu puffern (33 bis 35 Netto) und an einen schlechten, sich zu verschlechtern (weniger als 33 Netto).

    Der Erwartungswert geht also davon aus, daß ein Golfer bei einem 9-Loch-Turnier schlecht spielt. Ist das wirklich der beabsichtigte Effekt?

    Hier werden zwei Dinge durcheinander gebracht. Der "Erwartungswert" hinter der Tabelle ist ein mathematischer, d.h. aus mehreren Millionen Turnieren wird ein Durchschnittswert ermittelt, der stellt dann den Erwartunsgwert hinter der Tabelle dar. Und der bedeutet hier eindeutig, wir spielen im Mittel unser HCPI nicht. Das kann man für sich selber nachweisen, indem man z.B. seinen Lieblingsplatz mehr als 100.000 mal spielt. Die Saison fängt ja gerade erst an. Ähnlich wie beim Würfeln, 1 Million mal gewürfelt, dann habe ich jede Zahl von 1 bis 6 ungefähr gleich oft mal gewürfelt. Unsere Alltagserfahrung ist aber eine andere :-).

    Etwas anderes ist, was ich selber erwarte.

    Ich kenne noch Auswertungen des DGV aus der Zeit als der CSA-Wert eingeführt wurde. Danach spielte ein Durchschnittsgolfer im Mittel 30,5 Punkte. Das ist weniger als hier angenommen wird.

    Damit ist m.M. nach die Diskussion über die Sinnhaftigkeit des neuen Verfahren nicht beendet. Auch gerecht oder ungerecht kann man immer noch leidlich diskutieren.

    Was auch nicht beachtet wird, ist wenn der 18-Loch Spieler mit einem Cart unterwegs ist und der 9-Loch Spieler mit Tragebag.

    Also es müsste schon ins WHI einfließen, ob das Ergebnis mit Cart, E-Trolly, Pushtrolley, Tragebag oder mit Halbsatz erspielt wurde.

    Wobei natürlich noch definiert werden muss, ab wann es ein Halbsatz ist.

    du hast den Caddy vergessen

    Die Frage ist nun, was bedeutet eine "erwartete Punktzahl" für nicht gespielte Löcher?

    Genau, das habe ich auch vermutet. Mal abgesehen von der Diskussion gerecht oder ungerecht, hätte man so eine vernünftige Datenbasis als Grundlage. Woher die kommt und wer sie ausgerechnet hat, werden wir wohl noch erfahren.

    Ich kann mich noch erinnern, dass bei Einführung der CSA-Werte (die Älteren kennen das noch) eine Studie vom DGV veröffentlicht wurde, in der behauptet wurde, dass der normale Bogeygolfer (also damals HCP zwischen 18 und 22) nur 30 - 31 Punkte im alten System spielte, also im Durchschnitt nicht einmal pufferte und sich verschlechterte. Der DGV hatte dazu über 5 Millionen Turniere ausgewertet. Man kann das sicherlich nicht 1-1 vergleichen, aber die Tendenz ist ähnlich. Wir spielen unser HCPI im Durchschnitt nicht, auch nicht nach dem neuen System.

    Danke für dein ausführliches Beispiel, zwei kleine Anmerkungen:

    - müsste man nicht zwei Schläge besser auf 18 Loch mit einem Schlag besser auf 9 Loch vergleichen? Deine Aussage würde wahrscheinlich dadurch verstärkt

    - die Hochrechnung auf viele Turniere kann man sich eigentlich schenken, denn wenn ich bei einem Produkt Miese mache, dann kann es auch nicht der Massenumsatz bringen.

    Fazit ist: die neue Berechnung für die nicht gespielten Löcher benachteiligt den 9-Loch Spieler stärker als bisher.

    Bleibt noch meine frühere Frage, woher die neue Formel stammt und was die Basis ist

    SD(9 Löcher berechnet) = ((HCPI x 1,04) + 2,4) / 2

    Das ist die Zauberformel, die ich noch nicht verstehe, bzw. wo die herkommt. Ohne den Divisor 2 könnte das ein Erwartungswert für 18 Loch sein. Würde bedeuten, dass der erwartete Score auf 18 Loch auf einem Standardplatz um ca. 3,4 schlechter ist als der HCPI. Früher hätte man es so ausgedrückt: normal ist, dass man puffert

    Gute Frage, was ist "expected"?

    Wenn das in Richtung des mathematischen Erwartungswertes gehen soll, dann ist mein Urteil eindeutig: Schwachsinn. Alle Aussagen der Wahrscheinlichkeitstheorie oder Stochastik (oder wo auch immer man den Begriff herholt) gelten nur für "große n". Ich müsste also ein Loch oder einen Kurs hunderttauschend Mal gespielt haben, dass man daraus einen weitgehend sicheren Erwartungswert ableiten kann. Wie sollte das funktionieren?

    Aber im Moment alles nur Spekulation.

    "Die Frage ist nun, was bedeutet eine "erwartete Punktzahl" für nicht gespielte Löcher?"

    Das ist die spannende Frage. Und ob der Algorithmus auch offengelegt wird oder dies "aus Lizenzgründen" wie beim PCC geheim bleibt.

    Es soll ja ein wahrscheinliches 18-Loch Ergebnis ausgerechnet werden. Aber dafür das Ergebnis der ersten 9-Loch als Basis zu nehmen, erscheint mir höchst fragwürdig. Ich habe in den letzten Jahren öfter mal in Ligaspielen 9-Loch Plätze gespielt. Da hatte ich nie das gleiche Ergebnis für die ersten und zweiten 9-Loch.

    Alles im Moment noch Spekulation. Mal schauen, was der DGV aus der englischen Vorlage macht.